World Cup 2017 - Lourdes

Yeah, die Downhill World Cup Saison hat offiziell wieder begonnen! In Lourdes konnten die ersten Punkte gesammelt werden.

Lourdes ist ein eher beschauliches Städtchen in den französischen Pyrenäen, das eigentlich aufgrund seiner Pilgerstätte seit Jahrhunderten einiges an Berühmtheit weg hat. Zum Glück bringt der UCI Downhill World Cup inzwischen auch etwas bodenständiges in dieses wunderschöne Bergpanorama. In Lourde stieg diesmal das erste Rennen des diesjährigen World Cups und wir durften so einiges an Neuigkeiten sehen – unter anderem das 29" V10 Downhillbike von Santa Cruz! Aber auch das UR Team gab ordentlich Gas – mehr dazu weiter unten.

Die Strecke in Lourdes gilt als eine der härtesten im World Cup, weil sie technisch, steinig und trotzdem verflucht schnell ist. Wenn es hier noch regnet, wird es richtig interessant. Und wie könnte es anders sein? Am Sonntag, pünktlich zum Rennlauf, ließ sich das Wetter fürchterlich gehen und Windböen lockten Regenschauer an, die für eine ordentliche Durchmischung des Fahrerfeldes sorgten. Bei den Frauen hielt der Regen noch, sodass es wenig überraschte, dass Rachel Atherton, die damit an ihre perfekte Saison aus 2016 anknüpfte, sich in Lourdes den Sieg holte! Zweite wurde Tracey Hannah vom UR Team, damit wären wir beim ersten Rennen beim gleichen Bild wie in 2017. Aber man darf sich darauf verlassen, dass Tracey weiterhin angreifen und versuchen wird, aufs Treppchen zu klettern.

Bei den Herren schauten natürlich alle auf Aaron Gwin, der letztes Jahr ein paar fast unnatürliche Rennläufe rausgehauen hatte und eigentlich immer aufs Treppchen kam. Die Formulierung lässt euch vielleicht schon ahnen: diesmal sah es anders aus. Das bereits erwähnte Unwetter verwandelte die Strecke in eine reine Matschbahn und bescherte Toppfahrern eine undurchdringliche Schlammschlacht. Während Gwin in den Qualifikationen noch auf den 6. Platz kam, wurde er im Finale disqualifiziert – anscheinend, weil er nach einem Sturz nicht genau dort wieder in die Strecke einstieg, wo er aus ihr herauskatapultiert wurde. Eine Vorschrift, die bei so einer Matschschlacht schon mal in Richtung Schikane gehen kann. Schlecht für die Favoriten, gut für diejenigen, die vorher noch eine schnelle Zeit hinlegen konnten. Besonders Alexandre Fayolle vom UR Team konnte davon profitieren, denn er setzte sich so überraschend auf den ersten Platz! Glückwünsche an dieser Stelle, er schaute teilweise etwas überrascht aus der Wäsche – darf man aber auch mal, wenn man einen World Cup gewonnen hat.

Hier sind die Ergebnisse der Top 5 in Listenform:

Herren Elite

Damen Elite

Junioren

Bei den Frauen und den Junioren sind die Reihenfolgen gewohnt, bei den Herren hat mindestens das Wetter für Veränderungen gesorgt. Man darf gespannt sein, wie es bei der nächsten Runde wird. Da aber auch Fort Williams, denn da geht es nämlich Anfang Juni hin. Zwischendurch stehen noch ein paar Enduro World Series Termine an, bei denen auch einige der World Cup Pros am Start sein werden. Bis dahin: Prost an die Gewinner!

Champagner? Von wegen! Bierdusche aufs Barrett!

"Sik Mik" Hannah ließ sich die Laune nicht verderben und warf sich mit seinem Suicide-Nohander Move über die Jumps von Lourdes

Gepostet am 01.05.2017 von Fy |

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