VIDEO: Zu Besuch bei Pivot Cycles

Pivot Bikes kennt wohl jeder. Wir mögen und schätzen sie, haben das "Firebird" jüngst zu unserem Performance-Favoriten erkoren. Doch wer steckt dahinter und wo kommt die Marke eigentlich her? Pivot Gründer Chris Cocalis stand uns Rede und Antwort. Daneben haben wir es uns nicht nehmen lassen, einen kleinen Blick in das Pivot-Werk zu werfen!

Hi Chris! Wie lange vor der Präsentation eines neuen Bikes beginnt eigentlich die Entwicklung? Was sind Aufgaben, Probleme und Herausforderungen, die der Kunde/Biker vermutlich gar nicht auf dem Schirm hat? Wie viel Zeit steckt in so einem Bike, bis es im Laden steht?

Es dauert ungefähr zwei bis drei Jahre vom ersten Konzept an. Wir bauen alle unsere Prototypen bei uns im Haus, und manchmal benötigen wir bis zu fünf Prototypen, bis wir uns für eine finale Version entschieden haben. Die größte Herausforderung sind die sich verändernden Technologien, Neuerungen und Ideen in der Industrie. Ehrlich gesagt ist es uns oft gar nicht möglich, während der Entwicklungsphase ein finales Datum zur Fertigstellung bekanntzugeben. Wir müssen Marktentwicklungen immer im Auge behalten und teilweise dann recht spontan entscheiden, wann wir was und wie auf den Markt bringen.

Das neue "Firebird" hat ja auf den ersten Blick nicht mehr viel mit dem alten gemeinsam, oder? Was sind die Highlights am neuen Rahmen und was hat es vielleicht doch noch mit seinem Vorgänger gemeinsam?

Bis auf den Einsatzbereich gibt es da tatsächlich nicht viel, was diese zwei Räder noch gemeinsam haben. Seit dem Launch unseres ersten Firebirds hat sich unglaublich viel getan. Schon damals war das Firebird führend in seinen vielseitigen Möglichkeiten und Einsatzbereichen bei diesem Federweg. In diesem Sinne ist zumindest das Konzept das Gleiche. Die Ausführung ist jedoch total unterschiedlich. Viel wurde im Carbon- Herstellungsverfahren die letzten Jahre gelernt und entwickelt, insbesondere wenn man Langlebigkeit, Gewicht und Gesamtperformance betrachtet. Das neue Firebird pedaliert genauso gut wie das Alte, bringt jedoch besonders bei technischen Abfahrten Qualitäten mit sich, die die der älteren Version eindeutig toppen.

Wie kann man sich Pivot Cycles vorstellen? Wie viele Leute arbeiten dort? Wo liegt die Company? Fahrt ihr selbst gerne Bike und testet eure Proukte?

Pivot Cycles ist eine technologisch führende Highend-Mountainbike Firma aus Tempe, Arizona. Direkt gelegen am South Mountain, einem der technisch anspruchsvollsten Gebiete zum Fahrradfahren, das die USA zu bieten hat. Es ist gleichzeitig eines der größten Trail Gebiete in den USA, mit hunderten Kilometern an Singletrails. Hier werden die meisten unserer Bikes als erstes auf den Prüfstand gestellt und getestet. Da wir aber natürlich der Meinung sind, dass unsere Räder in allen Gegebenheiten funktionieren müssen, testen wir z. B. auch an der Eastcoast, wo das Gelände matschiger und wurzeliger ist. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass – wenn die Räder in hoch technischem Gelände gut funktionieren – sie meistens auch überall anders glänzen. Ich, als Gründer und President von Pivot, sowie Kevin Tisue, mein Entwicklungschef, übernehmen den Bärenanteil an Entwicklung und Tests bei uns. Dave Weagle (dw-link) ist natürlich stark involviert sowie auch Bill Kibler, der sich bei uns um Prototypen aller Art kümmert. Zusätzlich hilft uns noch ein ganzes Team an Ingenieuren, Designern und Testfahrern bei der Entwicklung.

Wie sind eure Teamfahrer in den Entwicklungsprozess eingebunden? Hat z.B. Bernard Kerr dem Firebird die Sporen gegeben und gibt es Details, die auf seinem "Mist" gewachsen sind?

Ja klar, unsere Teamfahrer sind sehr wohl in den Entwicklungsprozess mit eingebunden. Bernard z. B. hat damals schon unsere ersten Phoenix Prototypen getestet und sie anschließend alle auch im Rennen gefahren. Auch am neuen Mach 6 war er maßgeblich beteiligt, und dank seines Feedbacks zum alten Mach 6 waren wir in der Lage, die unglaublich gute Performance der neuen Variante zu erreichen. Aufgrund seiner Beteiligung an diesen zwei Modellen war es uns möglich, das Firebird so zu designen wie es nun ist – ein bißchen so wie ein Hybrid mit den Abfahrtseigenschaften eines DH Bikes, vereint mit der Trail/Enduro Charakteristik eines Mach 6.

Gepostet am 27.11.2016 von Fy |

Ähnliche Artikel