Neu: Canyon Spectral 2018

Canyon hat seine neue Waffe für alle deutschen Trails mit viel Potenzial nach oben vorgestellt: das neue Canyon Spectral 2018!

Wie immer, wenn Canyon etwas angeht, steckt viel Liebe in den Details, und so finden wir uns nicht nur auf der wunderschönen portugiesischen Insel Madeira, sondern auch in einer kubistisch entworfenen Villa mit einem atembe- raubenden Blick auf den Atlantik wieder. Grund der Vorstellung sind zwei Bikes, von denen eines bereits durch die sozialen Medien ging – Einzelheiten dürfen wir aber erst nach Veröffentlichung dieser Ausgabe nennen. Konzent- rieren wir uns also auf das Spectral. Nach einem knackigen PR-Clip stellen uns, neben dem Brandmanager Daniel und den am Entwurf des Spectrals beteiligten Ingenieuren Moritz (der Hauptverantwortliche für das Spectral) und Dennis, keine geringen als Joe Barns und Fabien Barel das neue Bike vor!

WAS IST NEU?

Mit die wichtigste Neuerung ist die Verschiebung des Spectrals auf Canyons interner Test- und Performance-Einstufung von 3 (was im Bereich XC fußt) auf 4 (also Enduro). Diese „Adelung“ setzt sich im Konzept des Bikes fort: breite (2.4“-2.6“) 650B Laufräder mit griffigen Maxxis Pneus, 140 mm Federweg an Front und Heck, sowie eine abfahrtsorientierte Geometrie, die dank kurzem Hinterbau agil und trotzdem ausbalanciert sein soll. Definitiv zu erwähnen ist das „Anti Rise“-System, mit dem Canyon den Hinterbau auch beim Bremsen aktiv halten will. Generell wurde an diesem gearbeitet. So wird der Federweg in drei Bereiche geteilt – einen sensiblen Anfangspart, bis zum Sag-Punkt, gefolgt von einem linearen und stabilen Mittelteil, der ein Maximum an Federweg bei bester Effizient garantieren soll, und dem progressiven Endpart. Das Ergebnis ist ein aktiver und gefräßiger Hinterbau, der sich nach deutlich mehr an- fühlt als 140 mm.

Interessant für kleinere Fahrer: Die Größe S/XS kommt mit einer veränderten Kinematik und einem kürzeren Dämpfer. Das soll dem Gewichtsunterschied Rechnung tragen und klingt nach einem guten Ansatz. Wie bei Canyon üblich, soll und wird es das Bike in verschiedenen Werkstoff- und Ausstattungsvarianten von 2.199 Euro bis 6.999 Euro geben, mit dazugehörigen Farbcodes. Wir durften das Canyon Spectral CF 9.0 SL testen, also die zweithöchste Ausstattungslinie.

AUF DEM TRAIL

Aber genug gefaselt, ab auf den Trail! Wer schon mal in Madeira war, wird wissen, wie es sich anfühlt, vom touristischen Strand langsam über Serpentinen aufzusteigen. Das Meer liegt unter einem, die Sonne taucht alles in ein wahnsinnig schönes Licht, und bereits auf dem Weg nach oben sieht man ein paar Lines, die man sofort fahren würde! Als wir an unserem Basecamp angekommen waren, stiegen wir allerdings aus, um gegen eine kalte Wand zu laufen. Es nieselte, und die Wolken, die zuvor noch über der Insel dräuten, waren nun genau um uns. Ja, richtig: nicht über, sondern um uns: Wir waren auf etwa 1.400 m Höhe und damit genau dort, wo die Wolken Wolkendinge machen. In diesem Fall war es eben regnen. Wir ließen uns davon aber nicht groß stören, schnappten uns jeweils ein Spectral und folgten Joe Barns und dem Guide von Freeride Madeira, die uns erst mal den Berg hoch jagten. Nicht unbedingt falsch, immerhin konnten wir so warm werden, sowohl muskulär, als auch mit dem Bike. Schön zu sehen war, dass auch die Ingenieure uns nicht nur begleiteten, sondern wussten, wie ihr Produkt durch die Kurven zu fliegen hat!

Ihr wollt wissen, was wir vom neuen Canyon halten? Den ausführlichen Test findet ihr in unserem kommenden Magazin, das ab dem 19.12. bei euch im Briefkasten oder aber beim Zeitschriftenhändler eures Vertrauens liegt!

Gepostet am 11.12.2017 von Felix Hens |

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