Leafcycles – Die Geschichte des Klunker

Es gibt inzwischen eine Menge Mountainbike-Hersteller auf dem Markt. Wer sich abheben will, muss entweder billig sein, teure Werbeverträge eingehen oder – besonders sein. Leafcycles gehören definitiv zur letzten Gruppe und man bekommt nicht oft Gelegenheit, hinter die Kulissen dieser kleinen Schmiede zu schauen. Zusammen mit Tom Burggraf habt ihr nun die Gelegenheit dazu.

Ich bekam im April einen Anruf und am anderen Ende der Leitung war Leafcycles Gründer Frank Heinrich: „Tom, wir müssen kurz quatschen...“ Dieses Gespräch war der Start eines seiner Hirngespinste und ein Grund mehr ihm einen Besuch abzustatten und mal wieder hinter die Kulissen dieses Einzelkämpfers zu blicken.

Sein Büro liegt in Mitten eines großen Gewebeparks. Die roten Backstein Gebäude verleihen dem ganzen Industriegebiet ein gewisses Flair. Ein kleines Schild, im zweiten Stock, mit der Aufschrift „Kinglab/Holy Spoke“ weist darauf hin, dass ich hier richtig sein musste. Ich klopfe an der Tür und eine Stimme rief "herein". 

Öffnet man die Türe dann blickt man in ein ca. 25 Quadratmeter großes Büro Zimmer. Zwei alte Pinball Automaten stehen in der Ecke links neben dem Eingang. In einer anderen Ecke steht ein Surfboard und zahlreiche Dirt-Rahmen mit Custom Bemalung und Longboards lehnen an der Wand. Drei große Bilder zieren die linke hälfte des Raumes und egal wo man hinsieht, man stößt auf viele kleine Parts und jede Menge Krims Krams, die irgendwie die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Am Raum Ende steht ein großer Schreibtisch mit Rechner und zwei Arbeitsplätzen. So sieht sie also aus, die Welt von Kinglab, der offiziellen Brutstätte von Leafcycles und vieler anderer Ideen und Marken. Frank erhebt sich aus seinem Bürostuhl und begrüßt mich. Nach einem kurzen Begrüßungsratsch, wollte ich mehr wissen. Für mich war primär interessant, wie alles begann…

… Franks Ziel war es bis ins Alter von ca. 30 Jahren die Welt zu bereisen und seinen Passionen nachzugehen. Als begeisterter Snowboarder, Surfer, BMXer und Biker bereiste er die weite Welt und arbeitete nebenbei für internationale Magazine als freier Fotojournalist. Auf diese Weise konnte er seine Trips teilweise finanzieren. Es waren aber nie Business Trips. Im Vordergrund stand immer der Sport. So wie er es erzählt kann man wohl behaupten, dass er für diese Sportarten förmlich lebt und  laut seinen Aussagen ist genau das der Nährboden seiner Visionen und Ideen.  Seit über einer Dekade entwickelt Frank Heinrich Marken und begleitet diese von der Idee bis zur Markteinführung. Dabei kümmert er sich nicht ausschließlich um die reine Entwicklung. Er macht von der Zeichnung, über die Designs, Webpage Inhalte, Produkt Infos, Marketing, Import, Export, Produktfotos praktisch alles selber. Eine der bekanntesten Marken die aus diesen Räumen stammt ist die Marke Leafcycles, die zumindest in der Dirt Szene ein Begriff ist. Leafcycles wurde aus der Passion zum Dirt Sport heraus gegründet. Augsburg war schon immer eine Hochburg, wenn es um den Dirt Sport ging. Frank hatte Glück, dass der Markenstart zufällig in eine regelrechte Boom Phase hineinfiel. Schnell konnte sich Leafcycles auch international einen Namen schaffen, aber wie wir alle wissen, gehen solche Partys nicht ewig… 

Unser Gespräch könnte ganze Seiten füllen, aber lassen wir Frank einfach aus dem Nähkästchen plaudern:

„Leute sagen oft, wenn man will kann man alles. Ich wollte schon oft etwas, aber irgendwie sollte es nie klappen.

Im Grunde genommen wollte ich immer nur meinen Hobbies nachgehen und Spaß haben. Ich kann mich noch gut an eine Situation aus meiner Lehrzeit erinnern, als ich gerade den obligatorischen Monatsanschiss bekam und mir mein Chef mit hochrotem Kopf vorhielt: "Herr Heinrich, mir kommt es so vor, als wäre ihnen Ihre Freizeit wichtiger als Ihr Beruf.“ Die Antwort war so was von klar, aber ich behielt Sie an diesem Tag für mich.

Eine meiner Leidenschaft war es seit je her mit dem Fahrrad zu fliegen und ich träumte schon lange von einem eigenen Rahmen, nach meinen Vorstellungen entwickelt und gebaut. Aber die ersten Hürden versperrten noch eine ganze weile lang den Weg. Manchmal ist das Leben eben wie ein Puzzle. Oft passen die Bausteine nicht so recht zusammen und irgendwann hat man Glück und die ersten Teile passen. Je klarer alles wird, umso mehr Fahrt nimmt das Ganze auf. 

Irgendwann passten auch bei mir die ersten Puzzleteile zusammen und der damals einsetzende Dirt Bike Boom brachte praktisch die Initialzündung. Mit ihm eröffnete sich plötzlich die Chance meine Passion zum Beruf zu machen. Dennoch war der Weg überaus steinig und ich habe mir Anfangs über eineinhalb Jahre keinen Pfennig Gehalt ausgezahlt, zu einer Zeit, als ich eine ganze Familie zu ernähren hatte. Meine Freundin befand sich gerade am Anfang ihres drei jährigen Erziehungs-Urlaubes. Es durfte also nicht wirklich etwas schiefgehen. 

Im Jahr 2007 kam mein erster Leafcycles Rahmen auf den Markt, der D1. Bereits nach kürzester Zeit war Leafcycles eine international anerkannte Marke in der Dirt Szene. Der komplette Markt wurde unter wenige Marken aufgeteilt und ich war glücklicherweise eine davon. Rückblickend würde ich sagen, es war einfach ein gehöriges Pfund Glück welches in meine Karten spielte, ich hatte zum richtigen Zeitpunkt das richtige Produkt.

Ein Freund von mir hat mal gesagt, dass ich immer nur das produziere, was ich selber gerne als Spielzeug hätte. Genau so war es. Ich habe mir kaum darüber Gedanken gemacht was der Markt will. Ich hatte vielmehr meine Wünsche umgesetzt und der Markt hat es angenommen. Im Rausch der Entwicklung ging es dann plötzlich Schlag auf Schlag. Immer mehr Teile folgten, denn das neue Ziel war ein Komplettrad aus möglichst vielen eigen entwickelten Komponenten. Mit viel Liebe zum Detail wurden die Bauteile in die Tat umgesetzt. Ein besonderes Projekt war der Firefly Rahmen. Im Jahr 2008 bauten wir innerhalb von wenigen Stunden einen Pumptrack in Augsburg. Zu dieser Zeit war Pumptrack fahren nicht wirklich angesagt. Die wenigste kamen jemals zuvor damit in Berührung, aber in Augsburg drehte die Szene bereits hohl. Wir hatten zu dieser Zeit richtig geile Trails, aber diese wurden kaum mehr befahren. Jeder wollte nur noch pumpen. Für mich war die Sache klar, ein geiles leichtes Pumptrack Bike musste einfach her. Die Idee vom Firefly Pumptrack Rahmen war geboren. Eine Saison später kam der Container mit der ersten Kleinserie im Hamburger Hafen an. 

Eine Zeit lang lief alles ganz gut aber ich hatte immer so ein Bauch Gefühl, dass es nicht ewig so weiter laufen würde. Um mich etwas stabiler in der Bike Branche aufzustellen habe ich weitere Marken entwickelt. Unter dem Namen Leafcycles sollte nur hochwertige Teile produziert werden. Einige der Leafcycles Teile waren für Komplettbikes aber schlichtweg zu teuer und ich brauchte gute aber günstigere Komponenten für meine Kompletträder. Die Marke Kartell Components wurde geboren. Im Jahr 2012 machte ich einen Relaunch meiner alten im jahre 1994 gegründeten BMX Marke Dirty Steel Ind. Später folgten aus einer Bierlaune heraus die Marke Miles Racing, welche sich auf die Herstellung hochwertiger Bremsbeläge konzentriert, aber dazu später.

Im Laufe der Jahre bekam der Dirt Markt immer mehr Konkurrenz und jeder wollte ein Stück vom Kuchen abhaben. Das Durchschnittsalter eines Dirt Fahrers liegt unter 18 Jahren. Diese Altersklasse hat nicht den dicken Zaster in der Tasche. Gerade Direktanbieter hatten hier Lunte gerochen und setzten sich erfolgreich durch am Markt. Mir kam es so vor, als wollte es mit Dirt Bike produzierenden Marken gar kein Ende mehr nehmen. Gefühlt hatte jede Fahrradmarke die City Bikes anbietet auch mindestens ein Dirt Bike Modell im Programm und wenn der Vertreter gerade das Vororder Sheet mit den 100 Rädern vom Ladenbesitzer unterzeichnen ließ, dann waren da mit Sicherheit auch ein paar Häkchen in der Sparte Dirt gesetzt. Der Boom pumpte jetzt so richtig und für das Folgejahr wurde ordentlich vorgeordert und überproduziert. Keiner wollte sich die satten Gewinne  dieser Boom Phase durch die Lappen gehen lassen. In der Summe war der Markt vollkommen übersättigt und zu allem Überfluss wollte der folgende Sommer 2014 nicht so richtig in die Puschen kommen. Surprise, Surprise. Kurzum die Dirt Branche bekam die bislang größte Gemeinschafts-Watschn der noch so jungen Dirt Geschichte. Die Quittung waren riesige Überbestände in sämtlichen Lagern, bei Vertrieben sowohl als auch bei Einzelhändlern. Diese Überbestände ließen sich nicht einmal Ende der Saison zum Hammer Niedrigpreisen ab verkaufen. Das Resultat, keiner orderte Dirtbikes vor. Das war der Todesstoß für dieses Segment. 

Heute, mit einer kleinen Dirt Bike Oneman Show eine Familie zu ernähren, halte ich für sehr unrealistisch. Wer weiß, vielleicht  stelle ich mich aber auch einfach nur zu doof an? Wer weiss?

Im Jahr 2015 hatte ich mich dazu entschieden auch externe Entwicklungsjobs anzunehmen um mich über Wasser zu halten. Rückblickend muss ich sagen, dass diese Entscheidung die Richtige war. Der Spaß und die Freiheit musste zwar etwas Federn lassen, aber manchmal muss die Vernunft siegen.

 

Was hat sich verändert? Ich entschied mich für die Saison 2016 seit langem keine Räder zu produzieren und erst einmal abzuwarten wie sich der Markt weiter entwickelt. Zudem wollte ich diese Phase nutzen, um meinen Vertrieb umzustrukturieren, Prozesse zu optimieren und Überbestände abzubauen. Um zeitliche Resourcen zu schaffen, mussten ein paar Marken eingestampft werden und es hat gut getan.

Im Augenblick bin ich in einer komfortablen Lage. Dank meines Nebenjobs bin ich finanziell nicht mehr auf Leafcycles angewiesen. Natürlich sehe ich das mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Keine Frage, es wäre weiterhin schön seinem Hobby als Beruf nachzugehen, aber Dinge ändern sich ständig. Die positive Seite ist, dass der Verkaufsdruck und Termindruck vollkommen von einem abfällt und ich wieder machen kann was ich will. Man sieht Dinge plötzlich wieder viel klarer.

Leafcycles ist im Augenblick eine reine Spaßplattform. Klar wird sich dass wieder ändern, sobald neue Produkte nachrücken, aber im Augenblick genieße ich diese Situation. 

Zur Zeit bin ich offen für Neues, zudem ist die Basis heute eine ganz andere, als zu den Anfängen von Leafcycles. Bislang hatte ich immer alleine als Oneman Show gekämpft. Es haben sich plötzlich Leute angeboten die kreativ mitwirken wollen und ich lasse es gerade das erste Mal zu wirklich zu das andere aktiv und selbständig mitmachen und Aufgaben übernehmen. Wir befinden uns derzeit in einer reinen Experimentierphase frei von jeglichem Druck und irgendwelchen Regeln. Wir sind lediglich angetrieben von der Lust darauf Dinge auszuprobieren. Solche Phasen sind der Nährboden für neue Ideen. Woran wir basteln sage ich bewusst nicht, weil wir uns gar keinem Zwang aussetzen wollen. Vielleicht wird was draus, vielleicht nicht.

In solchen Phasen kommen mir meist die verrücktesten Ideen und da mein komplett verrosteter Beach Cruiser kurz vorher das zeitliche gesegnet hatte, dachte ich mir unter anderem, ich brauche wieder einen Cruiser für den Alltag. Hey, ich habe eine Bike Marke, also mache ich mir einen eigenen Leafcycles Klunker.

Es ratterte im Kopf. Ich stellte mir schon jetzt eine schlichte, klassische Rahmenform vor. Echte alte Klunker sind meist aus minderwertigem Material, doch der Rahmen ist das Herz eines jeden Rades. Darum müssen Rahmen, Gabel und Lenker aus CroMo Stahl Stahl sein. Die Basis muss selbstverständlich stimmen, wenn man später das Biest noch pimpen will. Es gehen einem mehr Gedanken durch den Kopf als man vielleicht meinen mag. Detail für Detail wägt man Vor- und Nachteile miteinander ab. Die Kettenstreben sollen in der Fluch mit dem Ausfallende auslaufen, selbstverständlich hat ein echter Klunker eine Rücktrittbremse, die Biegung vom Ober-Rohr kann beim Gesamteindruck über alles entscheiden, welche Farbe bekommt das Bike, Reifengröße und, und und... Fragen über Fragen...und plötzlich „Bing“, eine weiterer Geistesblitz. Leafcycles wird nächstes Jahr 10 Jahre alt. Das muss gebührend gefeiert werden!  Der Klunker soll das Jubiläumsrad für alle Leaf Anhänger werden oder die, die einfach nur Lust auf einen Klunker haben.

Man muss keine aufwändige Marktforschung betreiben, um zu erkennen, dass der Klunker nicht wirklich im Zenit einer Boomphase steht. Aber darum geht es nicht, wenn man wirklich Bock auf etwas hat. Aber was tun? Eine Massenproduktion verlangt Stückzahlen!

Crowdfunding könnte vielleicht die Lösung sein. Jeder der Bock auf diese Sache hat, daran glaubt und bereit ist in diese Sache zu investieren, soll mit einem absoluten Spitzenpreis belohnt werden. Die Idee vom Lefcycles Jubeläums Klunker war geboren.

Und dann klingelte es nochmal in der Birne. Wenn schon einen an Klunker in Verbindung mit einer Crowdfunding Kampagne, warum nicht einfach ein kultiges Gaudi Event noch gleich mit dazu organisieren? Innerhalb von Minuten war ich von der Idee so angefixt, dass ich kurz drauf ein paar Leute kontaktierte.

Ich liebe es, wenn ich gerade vor Euphorie nur so sprühe, zum Telefonhörer greife, die Idee Anderen mitteile und Die einfach sagen, „alles klar, ist total bescheuert, ich bin dabei“.  Und so formen sich aus kleinen Hirn Gespinsten plötzlich ganze Event Projekte. Kurze Zeit später stand das Team fest und die ersten Klunker Prototypenwurden  in Auftrag gegeben. Jetzt war es allerhöchste Zeit, sich detailliertere Gedanken zum Event zu machen. Die Marke Miles Racing soll diesen Event ausrichten und auch das hat einen Grund“.

Do you have the balls to compete? Welcome to the „Miles – Smokin Coaster Festival“

Liest man auf der Webseite von Milesracing die Geschichte der Marke, so beschreibt diese eine Horde Jugendlicher, die sich sämtliche Bauteile von Ihren Torpedo 3 Gang Rädern wegmontieren, um mit diesen Rädern zu springen, Wheely Contests und Rundkursrennen auszutragen. Den Ursprung hat Miles Racing in mitten dieses Trupps von Freunden, die seit über 30 Jahren dieser gemeinsamen Passion nachgehen, Spaß auf zwei Rädern. Diese Passion hat sie unter anderem in viele Teile dieser Welt gebracht.  

Einer dieser Trips brachte Frank Vilgertshofer und Frank Heinrich mitten rein nach Moab in das Land der Slick Rocks, zum Fat Tire Festival. 

„Wir wussten gar nicht dass es dort stattfinden sollte, wunderten uns nur, dass plötzlich so viele Biker in der Stadt waren. An einem Nachmittag saßen wir gerade auf der lokalen BMX Bahn herum, als eine nicht unattraktive Bikerin versuchte die kleinen Hügel zu springen und dabei zweimal voll auf die zwölf knallte. Als Gentleman möchte man natürlich Helfen und somit weihten wir diese Dame in die hohe Kunst der Flugtechnik ein. Aus lauter Dank, lud sie uns zu sich nach Hause ein. Und zwar nach Sausalito, Marin County.

Bei wem es jetzt nicht klingelt, dem gebe ich an dieser Stelle eine klein wenig Nachhilfe in Mountainbike Geschichte. Verlässt man San Francisco Stadtauswärts über die Golden Gate Bridge, gelangt man in die Marin County Region und zwar an den Fuß des Mt. Tamalpais. Der Treffpunkt war bei irgend einem Typen, der Rahmen nach Maßanfertigung selber baute. Er zeigte uns stolz seine Büchersammlung über Fahrräder und Fahrradbau aus der ganzen Welt. Keine Frage, er war ein echter Nerd und zu allem Überfluss lehnte da noch ein alter verrosteter Beach Cruiser am Container. Die Rahmennummer lag irgendwo zwischen 10 und 20. Genau weiß ich es nicht mehr, aber kurz gesagt, es war einer der ersten 20 Cruiser den Schwinn damals produzierte und dieser Schatz rostete dort einsam vor sich hin. 

Irgendwann tauchte Marla auf um uns abzuholen. Wir fuhren zu Ihr, sie zeigte uns unsere Schlafplätze und sagte, als Profi muss ich leider einem festen Trainings-Plan nachgehen. Wie sich herausstellte war Marla Bike Profi für das Team Marin. Ihr seht mich erst am Abend wieder, aber meine arbeitslosen Freunde werden Euch die geilsten Strecken in ganz Marin County zeigen. 

Alles klar, ich kann an dieser Stelle glaube ich unterbrechen zu können um alles in drei einfache Wörter zusammen zu fassen: „ES WAR WAHNSINN!“

Genau hier verbrachten wir ein Paar Tage unseres Trips. An einem Tag fuhr ich alleine mit dem Franky los, um die Gegend des Mt. Tamalpais zu erkunden. Auf diesem Berg wurde Mountainbike Geschichte geschrieben und wir wollten dieser Geschichte auf den Grund gehen. Einst bauten sich zugekiffte Hippies Motocross Lenker und Ballon Reifen an Ihre Beach Cruiser und ballerten die Fireroads des Mount Tamalpais herunter. Diese Räder waren die Vorreiter des heutigen Mountainbikes. Nebenbei erwähnt, zu diesen Hippies gehörten auch Bike Legenden wie Joe Breeze oder Gary Fisher. All das geschah Anfang der 70ger Jahre. Bekannt wurde diese besagte Strecke durch das legendäre „Repack Race“. Der Name kam daher, weil durch das ständige Bremsen die Naben so heiß wurden, dass das Fett völlig verdampfte und dies Naben nach jedem Rennen neu gefettet werden mussten. An genau dieser legendären Stelle befanden wir uns gerade, auf der Spitze des Berges am Start des Repack Rennens, an dem Track welcher Dekaden vor uns Geschichte schrieb hatte. Es war komplett still, keine Menschenseele weit und breit. Es war so still, dass man in Gedanken schwelgen konnte und sich das Szenario dieser Hippie Zeit in diese leere Landschaft förmlich hinein projizieren konnte. Aber irgendwie war es zu ruhig? Ich dachte mir, normalerweise kann Fränky den Mund nie halten. Als ich mich herum drehte war er auch nicht mehr da. Da ich derjenige mit der Orientierungsschwäche war ahnte ich, dass ich mich wohl verfahren haben musste. Fuhr er an der Weg Gabelung etwa links? Egal, es wartete ein schicker Downhill die Fireroad hinunter. Ich für meinen Teil hatte mich komplett verfahren, aber dieser Run war es definitv wert. Ob es sich dabei um die echte Repackstrecke handelte, werde ich wohl nie erfahren. Muss ich auch nicht, denn nach fast vier Dekaden MTB Geschichte ist es an der Zeit die Karten neu zu mischen. 

MILES RACING kehrt zurück mit einem Klunker Event in seiner reinsten Form, mit jeder Menge Racing Action. So wie es die Bike Hippies vor fast 40 Jahren erlebt haben. Weit weg von Carbon und jeglichen High End Technologien. Es geht einzig und allein um Ruhm und Ehre. Welcome to the „MILES – SMOKIN´ COASTER FESTIVAL“.

Seid dabei und genießt zwei Tage Beach Cruiser Racing Action in entspannter Atmosphäre, so wie einst die Hippies for fast 40 Jahren. Zudem gibt es lustigen Side Events, Live Musik ein gemeinsamen BBQ, einen Foto und Video Contest und verschiedene Workshops für jung und alt. Der angepeilte Termin für den Event wird Mai/Juni 2017 sein. Der genaue Termin wird aber erst dann bekannt gegeben, nachdem die Leafcycles Crowdfunding Kampagne abgeschlossen ist. 

Alle infos zum Event findet Ihr unter:

https://www.facebook.com/SmokinCoasterFestival/

WERDE KLUNKER PILOT

Auch Du hast Bock auf einen Klunker zum absoluten Vorzugspreis? Dann unterstütze das Projekt und hol Dir Deinen Leafcycles Klunker. Nur wenn wir die Mindestproduktionsmenge von 200 Rädern durchbrechen, wird dieses Bike Wirklichkeit werden und der Event stattfinden. Ihr habt es in der Hand. 

Alle Infos zum Bike und zur Starterkampagne findest Du unter

https://www.startnext.com/leafcyclesklunker

http://www.leafcycles.eu/products/dirt0/klunker.html

Gepostet am 08.10.2016 von Tom Burggraf |

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