Ausgabe Dezember 2017

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Das letzte Heft das Jahres – das Photospecial

23.09.2016 - 25.09.2016
IXS GERMAN DOWNHILL CUP #5, FINALE IN THALE

Wieder einmal pilgern die deutschen Downhiller zum Finale ihrer deutschen Downhillserie, dem iXS German Downhill Cup nach Thale. Zum wiederholten Male wird hier nicht nur der 5te Lauf zur Serie ausgetragen, hier werden auch die Gesamtsieger der Serie ermittelt. Klar, dass es hier nochmal besonders spannend wird!

Streckenlänge: 2000 m

Höhenmeter: 250 m

Link: Ergebnisse 2015

Um einen Eindruck vom Rennen in Thale zu bekommen, lest euch doch mal unseren Rennbericht vom letzten Jahr durch:


Wieder ein Jahr rum, wieder eine Saison in den Büchern des deutschen Downhill-Sports. Es war eine tolle Saison mit tollen Veranstaltungsorten, die mit viel Herzblut ihren Teil zu einer fantastischen Serie beigetragen haben. Zum großen Finale in Thale hat sich mrm-Chef Martin wieder einmal unter die Fahrer gemischt und versucht, die Highlights der Saison zusammenzutragen.

Beginnen wir einmal bei den erfahrenen Racern, damit kenne ich mich als Masters-Pilot schließlich besonders gut aus. Ich persönlich habe mir in der Open-Masters-Klasse mit Marcel Schinke und Dennis Wirth bis zum Ende spannende Fights geliefert und bin wieder voll im Rennfieber! Aber hier soll es natürlich um die Elite-Klasse gehen, in der die alten Hasen des Geschäfts immer noch zeigen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Und hier wird nicht auf Sparflamme gekämpft, was immer wieder Nino Antic unter Beweis stellt, der wie eh und je am Gas dreht und sich dabei leider immer wieder verletzt. So war er auch auf den letzten Rennen der Saison nicht anwesend, schaffte es aber dennoch auf Rang vier in der Gesamtwertung. Vor ihm platzierte sich Wilfred van de Haterd, der das ganze Jahr über auf einem Enduro-Bike am Start war und immer wieder mit dem undankbaren vierten Platz vorliebnehmen musste. „Zum Ende der Saison hat es endlich mal geklappt: Nachdem ich in letzter Zeit ziemlich oft auf dem vierten Platz gelandet bin, freue ich mich sehr über den dritten Platz auf dem Podium.“ Und wir gratulieren gleich noch zu Platz drei in der Gesamtwertung! Vor ihm landete Christian Junker vom Rose Team und ganz oben mit riesigem Abstand in der Punktwertung Benjamin Herold, Podestfahrer Nummer eins vom wohl erfolgreichsten Team des Jahres, dem Team NRG!

Und da wir schon bei den alten Hasen sind: Auch wenn er noch in der Elite-Men-Klasse an den Start ging, sollte Thale sein letzten Rennen vor der Race-Rente sein: Andi Sieber, seit 15 Jahren dabei und eigentlich nicht wegzudenken aus der deutschen Rennszene. In Thale nahm er seinen Hut und krönte mit Platz drei seine Karriere noch einmal mit einem Podiumsplatz. „Alles ist gut, es hat Spaß gemacht! Es war ein geiles letztes Wochenende und jetzt geht das Leben weiter“, zog Andi gerührt sein Resümee nach dem Rennlauf. Und er verriet direkt danach, dass er der deutschen Rennszene und seinem derzeitigen Team Radon wohl noch in anderer Form erhalten bleiben wird.

Tschüss, Andi Sieber! Es war uns eine Ehre und wir hoffen, dass du der Bike Welt erhalten bleibst!

Ehe ich zu den weiteren Podiumsplatzierten der Elite Men komme, sollen noch andere Fahrer Erwähnung finden: die, die zum Downhill-Sport dazugehören wie der Lenker ans Fahrrad, ohne die vorderen Plätze aufzumischen, die aber einfach die Stimmung mitprägen und ohne die es nur halb so lustig wäre. Allen voran wären da die Jungs von Ronny Racing zu erwähnen, die in Hawaiihemd oder Latzhose an den Start gehen, auf jeder Party das Licht ausmachen und uns mit ihren lustigen Videos erfreuen. Einer von ihnen ist Jonas Linnemann, den Moderator Uwe Buchholz nach dem Rennen einfach mal gefragt hat, wer eigentlich dieser Ronny sei. Die kurze und knappe Antwort: „Dieser Ronny ist eine fiktive Person, halt Yolo und so.“ Wir dürften gespannt sein, womit uns die Jungs, die übrigens einen Neuseeland-Aufenthalt geplant haben, in Zukunft erheitern werden!

Ronny Racing in da House, yo!

Auch wenn hier der Platz nicht ausreicht, um im Detail auf die Hobby-Klassen einzugehen, so muss eine Frau Erwähnung finden: Nina Hoffmann fuhr in Tabarz ihr erstes (!) Downhill-Rennen und gewinnt seither die Hobby-Klasse mehr als souverän. Selbst in der Elite-Klasse hätte sie sich bereits ganz vorn platzieren können. Wie macht sie das? „Ich bin eigentlich Leichtathletin, komme aus dem Leistungssport und habe körperlich ganz gute Voraussetzungen. Ich dachte selbst nicht, dass ich so gut abschneiden würde“, verrät mir Nina, die übrigens von ihrem Freund Lucas Rham „gezwungen“ wurde, ihre erstes DH-Rennen zu bestreiten. Womit schon die nächste spannende Geschichte angeschnitten ist: Lucas ist nicht nur Rennfahrer, sondern bietet geführte Touren unter Tage in einem alten Erzbergwerk an! Aber das ist eine andere Geschichte...

Lucas Rham mit Freundin Nina Hoffmann

Kommen wir zu den jungen Talenten des deutschen Downhill-Sports. Hier gehört Streckensprecher Uwe Buchholz das Wort, der immer einen Blick auf den Nachwuchs hat und der mir seine Saison-Highlights nach dem Rennen wie folgt zusammenfasste: „Es gibt so vieles, was immer wieder geil ist. Ich finde es immer wieder toll, wie Leute für den Sport brennen, aber ganz besonders freue ich mich immer über neue Namen. Nina Hoffmann zum Beispiel, die sich klar für die Elite-Klasse der Damen qualifiziert hat. Und dann ist da natürlich noch Max Hartenstern – Max Hartenstern for World Cup!“ Ja, denn dieser Max Hartenstern ist ohne jeden Zweifel eines der größten Talente im deutschen Downhill-Sport. Mit seinen zarten 16 Jahren hat er in diesem Jahr in der U17-Klasse jeden Seeding Run und fast jedes Finale teilweise mit krassem Vorsprung gewonnen. Auch in der U19-Kategorie wäre er des Öfteren auf dem Podium gelandet und bei den Elite Men waren einige Top-Ten-Platzierungen drin. Nach dieser tollen Saison zeigte sich Max sehr zufrieden und verriet mir, dass er im iXS European Downhill Cup Gas geben will und auch geplant hat, den ein oder anderen World Cup mitzufahren. Wir drücken die Daumen und sind uns sicher, dass wir von Max noch einiges hören werden! 

Max Hartenstern nach seinem Rennlauf

Kommen wir zu den Damen und zu Maria Franke, die nicht nur das Rennen in Thale, sondern auch die Gsamtwertung des Cups souverän für sich entscheiden konnte. Damit ist die erste Saison der ehemaligen Motocross-Fahrerin absolut erfolgreich absolviert. Und damit steht der zweite Seriengesamtsieger für das NRG Team fest. 

Damit wären wir auch schon bei den Herren der Schöpfung. Hier war es noch mal richtig spannend, obwohl mit Rick Balbierer der Favorit für die Gesamtwertung feststand. Mit Benny Strasser, Tom Bersselaar, Andi Sieber, Dave Goris, Jasper Jauch oder Joshua Barth waren aber genügend schnelle Racer da, die ihm zumindest in der Tageswertung noch einmal in die Suppe hätten spucken können. Doch während Jasper Jauch am Ende zu viel riskierte und mit einem spektakulären Sturz kurz vorm Ziel „nur“ Platz elf in der Tageswertung belegte, brachte Rick einen soliden, sicheren Lauf runter: Platz vier für ihn. Der brachte ihm ausreichend Punkte für einen souveränen Sieg in der Gesamtwertung und bedeutete zugleich die dritte Top-Platzierung des wohl erfolgreichsten deutschen Downhill-Teams. Übrigens: Das Team NRG ist im nächsten Jahr auf Giant unterwegs, wie mir direkt nach dem Rennen zugeflüstert wurde. Den Tages-sieg sicherte sich unterdessen Tom Bersselaar aus den Niederlanden vor Benny Strasser, der mit seiner Saison ebenfalls mehr als zufrieden sein kann: „Die Saison war sicher meine beste der letzten Jahre. Im World Cup war ich gut unterwegs und konnte dank meines Teams endlich mal den ganzen World Cup mitfahren und auf die Gesamtwertung schauen. Auch im German Cup hat es gut geklappt und ich bin happy. Im nächsten Jahr will ich daran anknüpfen. Im Winter werde ich mich darauf bestens vorbereiten!“

Die Gesamtsieger der Herren des iXS German DH Cup 2015: Rick Balbierer (1), Benny Strasser (2), Tom Bersselaar (3)

Info: http://www.ixsdownhillcup.de

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