Team BULLS: Wyn Masters holt sich den dritten Platz beim Chaudfontaine Downhill-Race in Belgien

Einige Jahre war es ruhig im belgischen Chaudfontaine bevor letztes Wochenende nach 5 Jahren wieder das erste Downhill-Rennen der DH1-Serie dort ausgetragen wurde. Da eine andere Location für den ersten Lauf der Serie vorgesehen war, diese aber in letzter Minute abspringen musste, arbeiteten die Locals in Chaudfontaine mit Hochdruck an einer neuen Strecke. Und das was sie dort spontan auf die Beine stellten hatte auf jeden Fall nicht mehr viel mit der Strecke aus der Vergangenheit zu tun: steil, technisch und dadurch schon den Namen des belgischen Champery verdient.

Der Samstag bot den Fahrern stolze 8 Stunden Training bei strahlendem Sonnenschein und somit einige Abfahrten um das Beste auf der 1 Kilometer langen Strecke rauszuholen. Im oberen Teil ging es noch darum zu treten und Geschwindigkeit mitzunehmen bevor es auf halber Distanz förmlich senkrecht den Berg runterging.

Wyn zeigte sich äußerst begeistert von der Strecke und das konnte man ihm schon im Training ansehen, eine Abfahrt nach der anderen brannte er in den belgischen Boden bevor pünktlich zu Trainingsende der vorausgesagte Regen einsetzte.

Am Sonntag Morgen war die Strecke nun komplett durchnässt und der Regen ließ zu keinem Zeitpunkt nach. Der ,schon so, sehr anspruchsvolle Track verwandelte sich nun in einer steile matschige Herausforderung mit dem der Hauptteil der Fahrer stark zu kämpfen hatte. Unzählige Stürze, Fahrer in Fangnetzen und ein recht gut besuchtes Sanitäter-Zelt standen an der Tagesordnung.

Der Sonntag hatte es in sich, 2 Qualifikations-Läufe aus denen die 30 besten Zeiten ins Superfinal einzogen. Den ersten Quali-Lauf konnte Wyn Masters für sich entscheiden, beim Zweiten schob sich Lokalmatador und Allround-Talent Nico Vink knapp vor ihn.

Beim Superfinal wurde es dann dramatisch, der Regen wurde immer stärker und die Strecke verwandelte sich stellenweise in einen reißenden Fluss. Kristofer Lenssens brachte die erste schnelle Zeit ins Ziel, wurde aber dann von Ex-Worldcup Racer SeanMcCarrol aus Australien abgelöst. Der Deutsche Andreas Sieber hatte ebenfalls einen guten Lauf und saß kurz vor den letzten Fahrern im Hot-Seat. Wyn hatte einen sauberen Lauf doch am Ende sprang „nur“ der dritte Platz für ihn heraus, doch angesichts des minimalen Abstand von weniger als einer Sekunde zum Sieger Nico Vink war er immer noch mehr als zufrieden, denn „Racing on a 1-minute Track ain´t easy!“

Glückwunsch an alle Fahrer die sich an diesem Wochenende der Herausforderung stellten, wir hoffen, dass wir in Zukunft wieder mehr Rennen in Chaudfontaine fahren können, denn dieses Rennen war eindeutig ein starkes Comeback!

Fotos: Sebastian Lehmann

Gepostet am 27.05.2013 von Joern |

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