Team Bulls in Bad Wildbad und auf der Nordkette

Die letzte Woche für das Team war erneut mehr als ereignisreich: Die deutsche Downhill-Meisterschaft stand in Bad Wildbad auf dem Programm und durch die Tatsache, dass unser Kiwi Wyn Masters keine Chance auf den DM-Titel hat, teilte sich das Team erneut auf und Wyn versuchte beim Nordkette Downhill.Pro-Race in Innsbruck zu glänzen, während Christian im Schwarzwald um Medaillen kämpfte.


Das Nordkette Downhill.Pro-Race brachte dieses Jahr erneut ein recht eigenes Konzept hervor, 10 Weltcup-Fahrer battelten sich mit 60 Locals um die 5000€ Preisgeld für den ersten Platz. Wer den Nordkette Downhill-Track kennt, weiß wie hart dieser ist. Bei 4,2 Kilometern Streckenlänge werden mehr als 1000 Höhenmeter vernichtet, die Rekordzeit von Sam Hill liegt bei stolzen 9.41min. Physisch stellt dieses Event damit in diesem Jahr natürlich die größte Herausforderung dar. Sich die Strecke einzuprägen ist sicherlich auch ein etwas größeres Memory-Puzzle und die Spitzkehren im oberen Abschnitt, die schon eher den Charakter eines Wanderwegs besitzen, waren auch nicht ohne. Das Freitagstraining lief ohne nennenswerte Vorkommnisse, sobald Wyn die Strecke drin hatte hieß es Kräfte sparen für den Finaltag. Am Samstag machte er dann auch nur noch eine Abfahrt als Generalprobe bevor es wieder in die Gondel hoch zum Finallauf ging.
Der Innsbrucker Local Benni Purner brachte eine stolze Zeit von knapp über 10 Minuten ins Ziel und ließ damit alle bisher unten angekommenen Weltcup-Fahrer alt aussehen. Doch aber auch Wyn scheiterte knapp mit 4 Sekunden Rückstand an seiner Zeit, obwohl 4 Sekunden in Relation zu dieser Streckenlänge eher einem Augenzwinkern gleichen. So sicherte sich am Ende des Tages Benni Purner den gewaltigen Siegercheck über 5000€, Wyn wurde Zweiter, Red-Bull Pilot und MTB-Veteran Filip Polc Dritter.


Zeitgleich zu dem Finale in Innsbruck lief der Seeding-Run der deutschen Meisterschaft in Bad Wildbad. Unser Teamrider Tommy Herrmann konnte in Wildbad nicht mehr an den Start gehen, der kleine Sturz im IXS-EDC Finale von Spicak reichte aus um seine vorbelastete Schulter wieder rausspringen zu lassen und die nachfolgenden Untersuchungen ließen ihm keine andere Wahl als sich wieder unter das Messer zu legen. Gute Besserung an dieser Stelle, Tommy!
Somit war Christian als nun einzig verbleibender Deutscher in unserem Team auf sich alleine gestellt. Die unheimlich technisch anspruchsvolle Strecke forderte an den vorausgegangenen Trainingstagen schon einige Opfer und auch Christian wurde nicht verschont, doch bis auf ein paar Blessuren konnte es glücklicherweise für ihn weitergehen. Doch auch in seinem Seeding-Run ereilte ihn das Pech als er direkt auf der Startrampe aufsetzte und stürzte und somit keinerlei Schwung für die Startgerade mitnehmen konnte. Seine schlussendliche Zeit von 3:40min und somit die 37schnellste Zeit an diesem Tag trotz diesem Sturzes war aber beachtlich.
Am Finaltag konnte er es zusammenhalten und brachte eine 3.20 ins Ziel, ein Fahrer nach dem anderen scheiterte an seiner Zeit, nur Johannes Fischbach und Altmeister Marcus Klausmann konnten bessere Zeiten ins Ziel bringen. Er selber konnte es kaum realisieren, doch am Ende war es Realität, Christian Textor holt sich die Bronzemedaille bei der deutschen Downhill-Meisterschaft 2013! Sein Bestes Ergebnis seiner Karriere ist besonders im Anbetracht der Umstände noch höher einzuschätzen, nach seiner schweren Verletzung im letzten Jahr. Well done Texi! 

Fotos: Karsten Grobe, Philipp Paulus, Andres Hülf, Thomas Dietze

Gepostet am 27.07.2013 von Sascha |

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