Team Bulls at EuroCrankworx: Air DH-Race

Im Rahmen des European Crankworx Festival im französischen Les Deux Alpes stand, wie schon letztes Jahr, das Air DH-Rennen als erstes Highlit-Event an. Auf der knapp 4 Minuten langen Strecke im französischen Hochgebirge wurden einige Höhenmeter vernichtet, verkrampfte Hände und Unterarme waren Tagesordnung aufgrund von vielen Bremswellen und High-Speed Passagen.

Und das „Air“ beim Air-DH sollte auch nicht zu kurz kommen, mächtige Sprünge und Drops zierten den Kurs, zwischen offenen Wiesenpassagen und vereinzelten Waldstücken, eine ca. 16 Meter langer Table sollte etwas später an diesem Tag auch noch für die Whipp-Offs herhalten.

Das Fahrerfeld beim der europäischen Version des kanadischen Festival-Format ist zweifellos hochkarätig, doch die Zuschauererzahlen stehen im keinen Vergleich zum Ursprungsland, was ein wenig schade ist, da doch schon eine gute Portion Action geboten wird. Vielleicht sollte sich an dieser Stelle die Organisatoren mal beraten für die Zukunft.

Aber anyways, back to racing: Das erste Training am Montag Mittag verlief wie gewohnt ohne besondere Vorkommnisse, das Set-Up wurde auf die neuen Bedingungen abgestimmt und jedermann machte sich mit der Strecke bekannt. Jedoch sollten die Bedingungen nicht lange anhalten, nach den ersten Paar Stunden des Dienstag-Trainings hatte die Menge der Strecke hart zugesetzt und etliche Spurrillen und Bombenkrater von Bremslöchern entstanden. Zum Trainingsende öffneten sich dann die Wolken über das auf über 3000 Höhenmeter hoch gelegenen Les Deux Alpes, so stark, dass die Veranstalter aus Sicherheitsgründen den geplanten Seeding-Run für die Elite Klasse cancelten, bzw. durch das verbundene Gewitter der Lift nicht operieren konnte.

Das Training am finalen Mittwoch wurde daher vorgezogen und ebenfalls das Finale, in der Hoffnung das die Wettervorhersage recht hat und der Wolkenbruch wie am Vortag erst zum Nachmittag hin eintrifft. Somit gab es keine Vorschlüsse zu ziehen, keiner der Fahrer konnte einschätzen wo er landen würde und im Vergleich mit seinen Konkurrenten steht, da nun die erste gezeitete Abfahrt der Finallauf mit sich brachte. Wyn kam als 23letzter Starter mit einer der ersten ernstzunehmenden Zeit ins Ziel bei denen er den vorherigen Konkurrenten gleich mehrere 10-20 Sekunden rausfahren konnte: 3:41.14 stand nun erst ein mal eindrucksvoll auf der Anzeigetafel. Diese Bestzeit hielt den nächsten 2 Fahrer stand und Wyn sollte auch noch länger im Hot-Seat bleiben dürfen. Die Gründe dafür waren diesmal aber nicht so erheiternd, der britische Nachwuchs-Racer Taylor Vernon stürzte schwer im oberen Teil der Strecke, ein Rettungshubschrauber musste angefordert werden und dies brauchte alles seine Zeit.

3 lange Stunden vergangen bis Vernon geborgen wurde und über den Luftweg ins Krankenhaus nach Grenoble geflogen wurde, ob das Sicherheitskonzept der Organisatoren vielleicht noch mal überarbeitet werden sollte, stellt sich gar nicht zur Diskussion nach dieser peinlichen Panne, man kann von Glück reden, dass Vernon keine inneren Verletzungen hatte und mit gebrochenen Wirbel und Rippen diese 3 Stunden hinter sich brachte.

Wyn unterbrach seinen Hot-Seat-Aufenthalt für das Mittagessen und nahm danach wieder Platz. Und erfreulicherweise konnte nach der Auflösung der Streckensperrung sein Aufenthalt noch weiter verlängert werden da viele große Namen wie Andrew Neethling oder Nick Beer an Wyn´s Zeit eiskalt scheiterten.

Diese 3,41min stellte sich im Endeffekt als eine super Zeit raus welche für den 8. Platz ausreichte.

Glückwunsch an Gee Atherton, der diese Rennen mal wieder mit eindrucksvollen Abstand für sich entscheiden konnte.

Fotogalerie

Fotos: boris

Gepostet am 11.07.2013 von Joern |

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