Roadtrip: unterwegs mit dem Ziel Tiefenmeter zu fressen

Unser freier Test Redakteur Patrick hat sich einen Traum erfüllt und eine Auszeit von der Arbeit gegönnt, um mit seinem Kumpel Michi einen ausgedehnten Roadtrip über alle sehens und fahrenswerten Mountainbike Spots in Europa zu machen. Hier kommt sein Bericht von der ersten Trip Etappe. Wir hoffen es gefällt Euch und inspiriert den ein oder anderen selber zu den Spots zu fahren, oder einen eigenen Roadtrip auf die Beine zu stellen! Viel Spaß beim lesen und Bilder schauen!

Der erste Teil meiner Reise hat mich, zusammen mit meinem Kumpel Michi nach Nauders an den Reschenpass geführt! Bei der Anreise macht es durchaus Sinn einen kleinen Abstecher nach Samnaun zu machen, das zu einem zollfreien Einkauf einlädt. Da dort auch der Sprit recht günstig ist, wir haben für den Liter Diesel 0,99€ bezahlt, kann man das Auto dort ruhig mal volltanken. In Nauders kamen wir relativ spät an, die Suche nach einer Unterkunft ging aber reibungslos von Statten. Direkt am Ortsschild steht eine Infotafel auf der allen Hotels und Pensionen mit Preisen, Leistung und Telefonnummern vermerkt sind! Die Trails in Nauders sind top gepflegt, wir hatten den Eindruck als wenn dort nicht wirklich viele Leute fahren, was angesichts der, für Österreich, recht moderatenLiftkartenpreise eigentlich ein Wunder ist! Die 3 Tageskarte kostet für Erwachsene 55€, das ist ein Schnapper, wenn man bedenkt wie viele Trails man vor Ort fahren kann! Direkt an der Liftstation gibt es eine detaillierte Karte aller Trails und die Beschilderung ist wirklich vorbildlich, so das man sich wirklich kaum verfahren kann! Mit dem Downhiller macht es dort weniger Spaß, da man sich den ein oder anderen Trail, trotz Liftunterstützung, doch mit zusätzlichem pedalieren erkämpfen muss! Dafür ist die Aussicht auf den Reschen See, die man auf den meisten Trails hat, wirklich unbezahlbar! Und bei der Vielfalt an Trails ist wirklich für jeden etwas dabei!

Am 4. Tag unserer Reie ging es weiter nach Goldrain im Vinschgau! Ich war schon ein paar mal vor Ort, meist im Frühling und im Herbst, aber auch im Sommer ist das Vinschgau immer eine Reise Wert! An besonders heißen Tagen kann man sich zum Beispiel gut am Nödersberg aufhalten, da dieser tagsüber die meiste Zeit Nach Regenschauern verlegt man seine Aktivitäten am besten auf die gegenüberliegende Seite, die sobald die Sonne sich wieder blicken lässt im nu abgetrocknet sind! Im Vinschgau gibt es aber nur 2 Lifte die Biker mitnehmen und nur an der Tarscher Alm kann man eine Tageskarte kaufen! Die Seilbahn in St. Martin, mit der man den Tschili, Montesole und den neuen Propaintrail erreichen kann nimmt nur in den frühen Morgenstunden oder am Abend Biker mit, da im Vinschgau auch viele Wanderer unterwegs sind! Es gibt vor Ort aber auch diverse Shuttleunternehmen die Biker zu den Trails transportieren! Unter anderem wird auch ein Shuttleservice zum Goldseetrail vom Stilfser Joch angeboten!

Nach 3 Tagen mit bestem Wetter im Vinschgau zog es uns wieder weiter in Richtung Heimat, gut das auf dem Rückweg der Bikepark Serfaus-Fis-Ladis liegt! Bisher bin ich dort immer vorbeigefahren und somit war ich überrascht was sich einem in Serfaus angekommen, für ein Anblick bietet! Der Park verfügt momentan über 8 Strecken die sich auf dem Weg nach unten mehrmals kreuzen, das hat uns ganz gut gefallen, da durch verschiedene Kombinationsmöglichkeiten keine Langeweile aufkommt! Den Park kann man als familienfreundlich bezeichnen, so sind z.B. alle Doubles so gebaut, dass man sie mit langsamer Geschwindigkeit absurfen kann oder einfach mit Speed drüber feuern! Einziger Wermutstropfen ist der Preis für die Liftkarte, die kostet als Tageskarte 34€, dafür hat man aber top gepflegte Trails und einen schnellen Lift! Eine weitere Strecke ist für dieses Jahr noch zusätzlich in Planung. Direkt an der Liftstation gibt es einen kostenlosen Parkplatz und einen wirklich genialen Pumptrack!

Am Letzten Tag unserer Reise sind wir noch an der Haiminger Schotterreiße im Inntal vorbeigefahren, dafür mussten wir lediglich einen kleine Umweg von 30 km auf uns nehmen! Schottereißen sind Geröllhänge, die sich, wie Teppiche meist unterhalb von Bergstürzen ausbreiten! Der Durchmesser des Gerölls kann durchaus variieren, meist sind die Reißen aber bis zu 45 Grad steil. Die Haiminger Reiße erreicht man nur über einen kleinen Umweg, da der aufstieg über die Reiße recht beschwerlich ist, glücklicherweise kann man das ganze mit einer schönen Tour verbinden! Von kleinen Örtchen Obsteig aus führte uns ein breiter Schotterweg zur Simmeringalm hoch, dort kehrten wir erstmal ein um uns zu stärken und den Ausblick auf die umliegenden Steinberge zu genießen! Nach kurzer Rast Ging es dann weiter auf einem ausgeschildertem Singletrail Richtung Haideralm, teils flowig, teils verwurzelt und ausgesetzt folgten wir dem Trail bis zum Anfang der Reiße! Der Ausblick auf’s Inntal und die steile Reiße haben uns dann echt erst mal den Atem verschlagen! Auf der Reiße sind wir dann noch eine Serpentine gefahren, bevor es direkt in die Falllinie ging! Der Ritt auf der Reiße war wirklich unbeschreiblich, fast wie Skifahren im Pulverschnee! Bereits nach den ersten Metern fühlte ich mich total sicher auf dem Rad und konnte sogar anfangen zu „wedeln“. Echte Reißen Profis schaffen die 250hm der Haiminger Reiße übrigens in unter 40 Sekunden! Bei mir wird es bestimmt nicht der letzte Besuch an der Reiße gewesen sein und das nächste Mal lasse ich auch mal die Uhr mitlaufen.

Leider war hier der erste Part des Trip’s vorbei, Michi hatte nur 10 Tage Urlaub und so mussten wir den Heimweg antreten. Ich freue mich schon auf den 2. Teil meines Trip’s und wer weiß, vielleicht gibt es ja auch ein wiedersehen mit der Haiminger Reiße!

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Viele Grüße und bis zum nächsten Mal
Euer Patrick Müller

Fotos: Patrick Müller

Gepostet am 10.07.2015 von Maximilian Topp / Patrick Müller |

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