Ausgabe Dezember 2017

Ausgabe Dezember 2017

Das letzte Heft das Jahres – das Photospecial

News

QUÄL MICH: DER KAMPF GEGEN DAS 24 STUNDEN DOWNHILLMONSTER VON SEMMERING

Semmering, 11. August 2012, 23 Uhr 
Oh nein! Davor hatte ich mich die ganze Zeit gefürchtet. Meine Hände beginnen zu schmerzen, es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie verkrampfen und jede Abfahrt zur Qual wird. Sollte alles umsonst gewesen sein? Sollte das Monster, das 24 Stunden Downhillrennen von Semmering, mich wieder besiegen? Würde ich wieder aufgeben müssen und die Schmach des Versagens ein weiteres Mal ertragen müssen? Verdammt, ich war doch so gut vorbereitet… 

Andorra, Oktober 2011 
Sie war noch nicht lange her, meine Premiere als Einzelfahrer beim „Race the Night“ in Semmering. Ich hatte grandios versagt, denn anstatt durchzuhalten, versackte ich mit meinem Kumpel Henning nach 53 Abfahrten auf der Reggeaparty an der Strecke. Zuvor waren wir an unsere Grenzen gegangen, es ging nichts mehr und unsere Kapitulation war eine Frage der Zeit. Es tat weh, es war ätzend und es gab Phasen, da hatte das alles wenig mit Spaß zu tun. Trotzdem war nach dem verlorenen Rennen eigentlich sofort klar: ich werde wiederkommen! Als ich kurz darauf nach Andorra fuhr, um dort zusammen mit Downhillstar Cedric Gracia eine Fotosession zu starten, hatte ich noch keine Ahnung, wie ich mich vernünftig auf 24 Stunden Quälerei vorbereiten wollte. Doch ich horchte auf, als CG mir von seinem speziellen Training im Winter erzählte: „Im Winter ist es in Andorra kalt und wir haben viel Schnee. Eigentlich alles andere als gute Trainingsbedingungen. Eines Tages hab ich mir einfach gedacht ‚scheiss drauf‘, hab mir mein Bike gepackt und bin Downhillshreddern gegangen. Am Anfang lief es überhaupt nicht gut, ich rutschte immer weg und die Kälte war echt ätzend. Irgendwann wurde es besser. Ich wurde sicherer und die Bedingungen störten mich kaum noch. Bis ich plötzlich einfach gefahren bin, als wäre es warm und die Strecke staubtrocken. In der darauffolgenden Saison bin ich meine besten Ergebnisse unter den miesesten Bedingungen gefahren.“ Inspiriert durch die weisen Worte des Meisters ging mir ein Licht auf! Klar muss ich für Semmering fit sein, schließlich muss ich 24 Stunden durchhalten. Aber das ist es nicht. Denn egal, wie fit ich bin, irgendwann wird es ätzend. Und wenn es dann noch kalt ist oder sogar regnet, ist ganz klar: das wird keinen Spaß machen. Und dann kommt er: der innere Schweinehund. Er ist der eigentliche Gegner und eigentlich muss ich nur ihn besiegen, der Rest passiert von alleine! Mein Konzept lautete also: Fuck the Schweinehund! Meine Vorbereitung sollte vor allem eines sein: ätzender, als das Rennen selbst jemals sein könnte. Ich werde den Schweinehund kurz und klein trainieren und wenn ich am Start des Rennens stehe, freue ich mich auf entspannte 24 Stunden Downhillfahren, yeah! 

Tja, so fing alles an! Wie es weiterging? Die ganze Geschichte findet ihr im neuen Rider Mag, das ab Dienstag, 18. September, am Kiosk liegt!

Kommentare

Ähnliche Artikel

Anmeldung offen: Maxiavalanche 2018

Anmeldung offen: Maxiavalanche 2018

Maxiavalanche – das beste Enduro-Rennen für...

16

Nov

2017

The Maxiavalanche 2018 #3

The Maxiavalanche 2018 #3

The Maxiavalanche 2018 #3

15

Nov

2017

The Maxiavalanche 2018 #2

The Maxiavalanche 2018 #2

The Maxiavalanche 2018 #2

15

Nov

2017

Suche