Nukeproof Mega 2016

Nukeproof Mega Launch - Ein Presscamp wie es sein sollte: Geile Location, geile Bikes, Sam Hill und meine verlorene Reisetasche!

Um ehrlich zu sein bin ich ja total altmodisch, gegen den Trend und stehe voll auf Print. Deshalb landen meine Geschichten auch meistens im Heft und nicht hier auf unserer Homepage. Da wir euch aber jetzt erst mal eine geile "MTB Rider Favorites" Ausgabe produziert haben und nun an der "Photoissue" sitzen, da das Pressecamp und das dazugehörige neue Bike aber viel zu geil waren, um damit bis zur nächsten regulären Ausgabe im Januar zu warten, sitzt ihr jetzt vor meiner kleinen Webgeschichte.

Die Einladung von Nukeproof kam schon so früh, dass es gefühlt irgendwann in 2014 gewesen sein muss und deshalb auch schon wieder in Vergessenheit geraten war. Umso größer die Vorfreude auf geile Trails und gutes Wetter im November, als die Email mit der Erinnerung in meinem Postfach eintrudelte. Zu dem Zeitpunkt wusste ich nur, dass wir das neue Nukeproof Mega irgendwo in Frankreich fahren werden. Bei der Location lag ich natürlich schon mal falsch, denn Nizza war nur der Zielflughafen. Hätte ich die Einladung genauer gelesen, dann hätte ich gewusst, dass es rüber nach Italien geht und sich "Super Natural" ums guiden kümmern. Jetzt wisst Ihr also schon mal mehr als ich vor meiner Ankunft in Nizza.

Such a Mad Dog!Der Trip zu Nukeproof war übrigens mein erster in diesem Jahr ohne Fotorucksack und dafür mit Helmtasche. Aber auch nur weil ich wusste das mein World Cup Homie Duncan Philpott für die Pressecamp Fotos angeheuert wurde. Da ich nicht oft die Möglichkeit habe vor Duncans Kamera Fahrrad zu fahren, war ich diesmal sogar bestens vorbereitet und ausgestattet. Orangenes Troy Lee Outfit - Check. Passender Troy Lee A1 Helm - Check. Saubere (!!) Knieschoner - Check. GoPro - Check. 5.10 - Check. genug Wechselklamotten und alles was man sonst noch braucht - CHECK.

Doof ist es dann nur wenn man in Nizza am Flughafen ankommt - auf seine Tasche wartet - und sie nicht auftaucht. Noch doofer wird es, wenn einem die Airfrance Mitarbeiter in schlechtem Englisch erklären das die Tasche verloren wurde. Naja, Shit happens und anscheinend suchen die Chaos Raodtrips mich und nicht umgekehrt. Ehrlich!

Stotternt quatsche ich Sam Hill voll ;DIm "Super Natural" Shuttle ging es dann ins etwas 1 Stunde entfernte Dolceacqua. Dort angekommen erwartete uns die Nukeproof Crew schon mit einem dicken Abendessen, den brandneuen Megas UUUNNDD SAM HILL. Die Überraschung ist den Nukeproof Jungs auf jeden Fall gelungen. Ich hatte im Vorfeld extra Sams Instagram gecheckt und gehofft irgendwelche Reise- oder Flughafenfotos zu entdecken. Obwohl ich jetzt ja schon ein paar Jahre mit dem World Cup unterwegs bin und Sam genauso lange kenne, macht er mich immer noch nervös und bringt mich mit seiner ruhigen Art aus dem Konzept. Wer mich kennt, der weiß das ich ohne Punkt und Komma stundenlang quatschen kann - aber nicht so wenn Sam vor mir steht. Hintergrund: Als ich vor 10 Jahren mit dem Mountainbiken angefangen habe, war Sam Dauergast auf dem Podium und begeisterte durch seinen neumodischen Hardcore Fahrstil. Als echter Fanboy hatte ich dann sogar das Glück einen seiner Teamrahmen zu ergattern und damit die Trails zu rocken. Selbstverständlich mit Flatpedals und im Möchtegern-Sam Hill Fahrtil. So viel dazu. Das Essen wurde übrigens von einem Nukeproof Mitarbeiter gezaubert der sich am Vortag das Schlüsselbein gebrochen hatte und nun einhändig den Kochlöffel schwingen musste. Well done Dude!

Wir hatten jetzt Sam und das geile Essen, aber da waren ja auch noch die neuen mega Megas. Beim betreten des Gemeinschaftsraumes in dem gegessen, gequatscht und gemeinsam getrunken wurde standen überall im Raum verteilt die unterschiedlichen Modelle. Direkt im Eingang stand z.B. das schwarz/gelbe Topmodell an dem jeder vorbei musste - interessant oder witzig war dabei, das niemandem von uns aufgefallen war das es sich dabei um ein Mega mit 29er Laufrädern handelte. Dementsprechend groß war die Überraschung bei der Präsentation am Abend. Alastair Beckett ( Entwickler) und seine Crew haben es tatsächlich geschafft ein Optisch geiles 29er Mega zu bauen bei dem die Geo nicht nach einem 29er aussieht. Ihr versteht was ich meine? An alle die jetzt schon bereit sind um in die Tasten zu hauen wie schlimm 29er sind - keine Sorge - es gibt auch ein 27,5 er Mega.

Genauer gesagt gibt es 4 verschiedene Ausstattungsvarianten (Bilder & Preise aller Mega Modelle findet Ihr unten in der Galerie!) des 27,5er Megas (160mm Federweg) und 3 Varianten des 29er Megas (150mm). Die Preise des 27,5er Megas starten bei 2799 Euro und enden bei 5199 für das Topmodell. Bei den 29ern geht es von 3499 bis 5199 Euro. Der Rahmenpreis liegt bei 1799 Euro. Wir Redakteure waren von der Preispolitik positiv überrascht - Nukeproof bleibt sich selbst treu und will auch weiterhin Bikes bauen die sich jedermann leisten kann. Die neuen Nukeproof Bikes sind übrigens weiterhin aus Aluminium und nicht aus Carbon. Just Saying.

Geodaten Nukeproof "Mega 27,5" (Größen S; M; L; XL)

GeodatenNukeproof "Mega 29" (Größen S; M; L; XL)

Nukeproof Mega 27,5 Pro  5099 EuroDer nächste Morgen: Obwohl Duncan und ich die letzten Redakteure an der improvisierten Bar waren, standen wir selbstverständlich pünktlich um 7.30 Uhr (als Erste) beim Frühstück. Natürlich war meine Reisetasche immer noch verschwunden und ich musste mir Helm und Hose leihen. Das Pressepaket beinhaltete zum Glück mehrere paar Nukeproof Socken, Knieschoner und ein Trikot (welches übrigens von Sam Hill signiert wurde und nächste Woche von euch gewonnen werden kann ;-) ). Beim Frühstück mussten wir überrascht und etwas schockiert feststellen, dass Sam wirklich eine Dose Monster zum Frühstück trinkt!

Nach einer kurzen Setup Session bei der flott der passende Luftdruck eingestellt und die Bremsen an die richtige Position gebracht wurden, ging es gegen 9 Uhr auch schon los in Richtung Trails. Obwohl für den ersten Tag "pedalieren" auf dem Plan stand, wurden wir mit dem Shuttle fast bis zum Gipfel transportiert. Von wo aus wir dann "nur" noch knapp eine Stunde den Berg hoch mussten. Ich hatte mir für diesen Tag das 29er Mega in der mittleren Ausstattungsvariante ausgesucht. Zum einen weil ich echt drauf gespannt war und zum anderen weil ich mir erhofft hatte damit leichter die Berge hochzukommen. Und tatsächlich ließ sich das 29er Mega spielerisch die holprigen Trails nach oben pedalieren. Sogar so spielerisch das ich mich schnell mit Sam vorne absetzte und etwas Zeit zum quatschen hatte (soweit meine Puste es zu ließ). Sam verriet mir zum Beispiel das er zu Hause mit Strava seine Trails fährt und dort unter falschem Name ale KOMs (King of Mountain) hat. Oder das zu Hause hauptsächlich auf dem Enduro trainiert weil er Rennrad fahren doof findet.

Oben angekommen erwartete uns eine Mega Aussicht und ein aus Fotografensicht abgefahrenes Wechselspiel aus Licht und Wolken. Die folgende Abfahrt hatte es dann wirklich in sich und die Megas konnten beweisen was sie drauf haben. Das 29er überraschte nicht nur auf den mit dicken Steinen übersähten Vollgas Singletrails, sonders auch auf den technischen Abschnitten mit verwinkelten Kurven. Hätte ich es nicht besser gewusst, hätte ich nicht gedacht auf einem 29er zu sitzen. Die Abfahrt dauerte fast den ganzen Tag und zauberte bei allen Beteiligten ein fettes Grinsen ins Gesicht. Zu meiner Überraschung konnte ich trotz meiner mangelden Fitness gut mithalten. Zur Info: Seit meiner Abreise zur Rampage und bis zu dem Tag auf dem Berg habe ich gerade mal 1x auf dem Bike gesessen. So viel zum #editorslife haha. Der Abend endete erneut mit gutem Essen, ein paar Bier, jeder Menge Techtalk und SAM HILL.

Yeeooow FullfaceHelm und ShuttledayFür den Shuttletag mit Fullfacehelm hatte ich mir dann das 27,5er in Knall gelb ausgesucht. Einziges Problem an diesem Morgen - mir bekam die lange kurvenreiche Shuttlefahrt nicht so gut und es viel mir ehrlich gesagt schwer mein Frühstück drin zu behalten. Beim kurzen Uphill zum ersten Trail rutschte ich dann auch noch aus und viel Rückwärts in ein Dornengebüsch. Als Highlight riss ich mir dabei dann auch noch die geliehene Bikeshort und meine Unterhose auf. HAHA.

Meine verweichlichten Fotografen Hände nach den 2 Tagen.Die folgenden Trails ließen das alles aber schnell vergessen und wir shredderten was das Zeug hielt. Wieder versuchte ich an Sam dranzublieben und wenigstens auf den ersten Metern was von seinem radikalen Fahrstill live zu sehen. Das was ich sehen konnte war absolut geil und atemberaubend. Sam war auch so nett und wartete gelegentlich auf mich, so das wir wirklich zusammen fahren konnten. Zwischendrin berichtete er mir dann noch wie geil er es findet für Nukeproof zu fahren und wie sehr er die Motivation von Alastair und Co zu schätzen weiß. Schließlich hätten sie das Mega nahezu so gebaut, wie es sich das Team gewünscht hatte. Und nach dem Shuttletag auf dem 27,5er Mega wusste ich auch was er gemeint hatte - das Mega fährt sich bergab wie ein kleines DH Bike und kann mit allen aktuellen Endurobike locker mithalten. Der Abend endete in einem Schloss mit Weinprobe und perfektem italienischem Abendessen. Meine Tasche war vor der Abreise übrigens immer noch nicht aufgetaucht. Etwa 20 Minuten vor meinem Flug bekam ich sie dann doch noch, haha.

So viel zu meinem Nukeproof Pressecamp Erlebniss! Das neue Mega Testrad sollte bald bei uns in der Redaktion in Wuppertal ankommen und dann findet ihr einen ausführlichen fahr-Test bei uns im Heft.

Solltet ihr auch mal in Dolceacqua Fahrrad fahren wollen, checkt mal auf der Website der Super-Natural.it Crew, oder ihrem Facebook Profil ein!

Fotos: Duncan Philpott

Gepostet am 10.11.2015 von Boris Beyer |

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