Kokanee Crankworx in Whistler

Das größte Mountainbike Gravity Festival versetzte Whistler in der vergangenen Wochen wieder in einen Ausnahmezustand. Tausende von Fans verfolgten jeden Tag die unterschiedlichsten Events von Slalom über Downhill bis hin zum Slopestyle, bei dem allein schon 25.000 vor Ort waren. Im Folgenden gibt`s eine kleine Übersicht über die Events und die jeweiligen Gewinner. Mehr bekommt ihr im nächsten mrm zu lesen.

Giant Slalom
Das neue Design des Tracks sowie das neue Contest Format holte einige der besten Mountainbiker der Welt auf den Giant Slalom. Thomas Slavik war der schnellste bei den Männern, während sich Jill Kintner den ersten Platz bei den Frauen sicherte. Extrem erfreulich: Auch ein Deutscher stand auf dem Podium. Johannes Fischbach zeigte mit seinem zweiten Platz, dass auch die deutschen 4Crosser einiges zu bieten haben. Hinter ihm ordnete sich Blake Carney aus den USA ein. Platz zwei und drei bei den Frauen belegten
Melissa Buhl und Danielle Beecroft.

Ultimate Pump Track Challenge
Irgendwie kam es allen wie ein déjà vu vor. Bei den Männern sowie bei den Frauen änderten sich bei den Gewinnern nichts zum Vorjahr. Mitch Ropelato und Jill Kintner siegten zum zweiten Mal in Folge.
Trotz des vielen Regens in den vergangenen Woche war der Track im besten Zustand. Blake Carney und Tomas Slavik, die auch den Slalom mit Podiumsplatzierungen beendeten, fuhren auf den zweiten und dritten Rang. Bei den Frauen durften wir uns wieder über eine erfolgreiche deutsche Beteiligung freuen. Steffi Marth belegte Platz drei, hinter der Amerikanerin Melissa Buhl.

Teva best Trick Challenge
Nach diesem Contest dürfte Benny Phillips jedem ein Name sein. Der bisher ohne Sponsoren fahrende Dirter überraschte die Fahrer und Zuschauer mit einem sauberen 360 Double Downside Whip, weshalb ihn die Jury berechtigt als Gewinner des Contests sah. Damit landete er sogar vor Cam Zink, einem der besten Slopestyler der Welt.

Jeep Air Downhill
Am Jeep® Air Downhill im Bikepark der Whistler Mountains nahmen 344 Fahrer teil, um einen der fettesten Downhill Tracks der Welt hinab zu heizen. Brian Lopes wurde nicht nur enttrohnt, sondern auch seiner Serie von fünf Siegen in Folge wurde ein abruptes Ende gesetzt. Der Südafrikaner Andrew Neethling fuhr die Top Zeit an diesem Tag und ließ sich auf dem ersten Rang nieder. Dahinter ordneten sich Brian Lopes und Mick Hannah.
Bei den Frauen standen Anne Caroline Chausson (1.), Jill Kintner (2.) und Sarah Leishman (3.) auf dem Podium.

Garbanzo Downhill
Nachdem Sam Blenkinsop mit einem Baum kollidierte brannte er dennoch eine unglaubliche Zeit in den Boden. “Das war echt krass. Nachdem ich den Baum mitnahm, verlor ich all den Wind aus den Segeln,” sagte der atemlose Blenkinsop nach dem Rennen. “Verglichen mit diesem Rennen, ist der World Cup ein Kinderspiel. Der Track ist viel länger als die meisten und ununterbrochen 100% zu fahren, ist einfach nicht möglich.” Hinter ihm landeten Marcelo Gutierrez Villega und Jack Reading.
Einen richtig guten Lauf zeigte Local Hero Claire Buchar, die damit das Rennen für sich entscheiden konnte. Nach ihr kamen Manon Carpenter und Miranda Miller ins Ziel.

Canadian Open Downhill
Steve Smith nahm den Titel des kanandischen Downhillmeisters mit nach Haus. Rachel Atherton fuhr die schnellste Zeit bei den Frauen.
Eigentlich sah alles nach einem Sieg für Gee Atherton aus, doch an einer schwierigen Passage hatte er Problem und rutschte weg. Am Ende standen Steve Smith (1.), Andrew Neethling (2.) und Troy Brosna (3.) auf dem Podium.
Bei den Frauen konnte sich Rachel Atherton vor Claire Buchar und Miranda Miller durchsetzten.

Dual Slalom
Jill Kintner überzeugte in einen unglaublichen Run mit einer spektakulären Zeit. Hinter hier fuhren Micayla Gatto und Manon Carpenter ins Ziel. Bei der Männern setzte sich Mitch Ropelato von der Konkurrenz ab (2. Mike Hannah; 3. Kyle Strait).

Canadian Open Enduro
Brian Lopes eröffnete und schloss das Crankwork Festivals in Whistler. Erst gewann er den Fat Tire Crit 15. Juli und jetzt auch noch den neu designten Canadian Open Enduro. Brian kombinierte seine Downhill und Cross Country Qualitäten um fünf Etappen zu absolvieren. Er ließ Nicolas Vouilloz (2.) hinter sich und schnappte sich den Titel vom Vorjahressieger Remy Absalon.
Anne Caroline Chausson konnte ihren Titel erfolgreich verteidigen. Die zweitschnellste Zeit fuhr Katrina Strand vor Fanny Paquette ins Ziel.
Der Track wurde von Local Hero Richie Schley entwurfen und mit verschiedensten Untergründen variiert.
“Enduro ist ein Teil des Mountainbikings, dass gerad erst beginnt zu wachsen. Mit der Kombination aus Kondition, Kraft und technischen Skills stellt es hohe Anforderungen an die Fahrer. Dieses Race Format ist noch neu in Nordamerika und involviert Züge aus den Rally Formaten," so Richie Schley.

Red Bull Joyride
Über 25.000 Zuschauer waren dabei als der 20jährige Brandon Semenuk aus Whistler die oberste Position des Podiums betrat. Jeder Fahrer hatte drei Runs, um die Judges zu überzeugen. Den 15jährige Anthony Messere, der erst zwei tage vor dem Event eine Zusage erhielt, sahen die Judges auf Platz drei. Cam Zink wurde Zweiter, kam aber nicht annährend an den sauberen und extrem flowigen Style von Semenuk heran.
Sein Sieg verschaffte ihm eine Eintrittskarte in die Finals des Festivals der nächsten drei Jahre und brachte ihm eine Menge Punkte bei der FMB Gesamtranking.
Head Judge Colin Duncan zeigte sich beeindruckt: “Das war der beste und anspruchsvollste Parcour, den wir in Whistler jemals gesehen haben. Ich kann immer noch nicht glauben, welches hohe Trickniveau die Jungs hier auffuhren. Einen kleinen Fehler von anderen zu unterschieden ist verdammt schwer. Doch als Brandon fuhr war es allen hier klar. Der Junge kam einfach raus und bewegte sich mit so viel Style und Flow über die Strecke wie kein anderer. Er ist ein unglaubliche bereicherung für diesen Sport."

Gepostet am 23.07.2011 von Steffi Bobsien |

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