iXS EDC #4 - Wiriehorn Ergebnisse

Das vierte Rennen des iXS European Downhill Cups brachte einen Großteil der europäischen Downhill Elite in die Schweiz. Auf dem Programm stand diesmal die schnelle Strecke am Wiriehorn im Diemtigtal.

Wieder einmal waren die Wettervorhersagen nahezu optimal für ein weiteres hochkarätiges Rennen der europäischen Downhillserie. Erstmals machte der nun mittlerweile bereits zum sechsten Mal ausgetragene Cup Halt am Wiriehorn. Der kleine Ort im Diemtigtal ist zwar der älteste Austragungsort eines Schweizer iXS Rennens, aber 2013 sollte das erste Mal sein, dass der ausrichtende Verein Hot Trail sich auf die europäische Bühne des Downhillsports begibt.

Die 2,6 km lange und 450 Höhenmeter umfassende Strecke wurde extra für diesen Anlass an einigen Stellen saniert und teilweise neu angelegt. Die Fahrzeit von etwa 4 bis 5 Minuten lässt schon die hohe Geschwindigkeit auf dem durch den Staub extrem rutschigen Kurs vermuten. Tribut zollen musste leider Slawomir Lukasik (PLO - Fro Pro), der Gewinner des letzten Laufs in Pila, der sich schon im Training eine Verletzung am Arm zuzog und somit erschien die Startnummer 1 nicht einmal mehr auf der Startliste des Seeding Runs. Lutz Weber (SUI - iXS Gravity Union) nutzte aber seine Chance auf heimischen Boden und kratzte bereits im Seeding Run an der 4 Minuten Marke, schrammte allerdings mit 4:03.748 min knapp vorbei. Trotzdem reichte die Zeit für den letzten Startplatz am Sonntag und die damit eingefahrenen Punkte sicherten ihm die Führung in der Gesamtwertung. Ob dies allerdings auch nach dem Finallauf noch so sein würde, musste sich erst noch herausstellen. Auch Zarja Cernilogar (SLO - Blackthorn GT) konnte ihr Konto der Gesamtwertung mit der schnellsten Zeit im Seeding Run weiter auffüllen. Damit konnte sie sich ein kleines Polster zu ihrer direkten Konkurrentin Jana Bártová (CZE - Bikeplac Racing) anlegen, die es nur auf den sechsten Rang schaffte.

Am Sonntag stand dann also wieder bei sommerlichem Wetter und einer perfekten Atmosphäre das Finale an. Erstmalig in der Geschichte des Europacups gab es einen Livestream vom Rennen. In Kooperation mit Swiss Sport TV wurden die Finalläufe im Internet live übertragen und somit konnten alle Fans weltweit das Rennen verfolgen. Lohnenswert war das allemal, da einmal mehr das Rennen an Spannung kaum zu übertreffen war.

Pünktlich 12.30 Uhr ging mit knapp 40 Fahrern die Masters Kategorie auf den Kurs. Paolo Aleva (ITA - Team Scout/Nukeproof) war der erste Fahrer und legte direkt eine sehr schnelle Zeit vor. Kurze Zeit später kam der Local Thomas Ryser (SUI - Thömus/Hot Trail) und unterbot gleich um 5 Sekunden die Bestzeit. Damit lag er bereits weit unter der Zeit vom Vortag und somit war klar, dass es galt, diese Zeit zu schlagen. Als vorletzter Fahrer kam Rostislav Stencel (CZE - Bikeplac racing) und konnte sich immerhin auf den zweiten Platz schieben. Der Schnellste des Vortages Marcel Waldmann (SUI - iXS Gravity Union) musste sich mit einem Platten geschlagen geben und somit war Ryser der Sieger und der Tscheche der Führende in der Gesamtwertung.

Bei der anschließenden Junior Kategorie gab es keine großen Überraschungen, denn ein weiteres Mal setzte sich Silas Grandy (GER - Moto Club Faro / Xdream) durch, der mit seiner Dominanz der letzten drei Rennen der Serie auch die Gesamtwertung komfortabel anführt. Zweiter wurde Loris Revelli (ITA - Argentina Bike), gefolgt von Maxime Fransolet aus Belgien.

In der Elite Women Kategorie war es wieder ein hartes Rennen, insbesondere im Hinblick auf die Gesamtwertung. Jana Bártová war diesmal die unglückliche Verliererin, da sie kurz vor dem Ziel die Kontrolle verlor und heftig über den Lenker absteigen musste. Sie war zwar schnell wieder auf dem Rad, allerding ließ sie fairerweise die nachfolgende Fahrerin noch passieren und somit reihte sie sich am Ende auf Platz 10 ein. Zarja Cernilogar lies dafür nichts anbrennen und sicherte sich mit 4:35.262 min und 2 Sekunden Vorsprung nach Špičák zum zweiten Mal den Sieg. Damit konnte sie ihre Serienführung eventuell bereits vorzeitig für sich entscheiden, denn mit 70 Punkten hat sie einen ordentlichen Vorsprung. Sofern sie also verletzungsfrei bleibt und ohne größere Schwierigkeiten an den letzten beiden Rennen teilnehmen kann, sollte sie problemlos den Seriensieg einfahren. Zweitschnellste des Tages war Miriam Ruchti (SUI - SC-Intense), die im Übrigen bereits mehrfach die Seriengewinnerin war. Dritte wurde Alanna Columb (NZL - Off Road Adventures Queenstown), die sich damit auch auf den dritten Rang in der Gesamtwertung an der hier nicht startenden Emilie Siegenthaler (SUI - Gstaad-Scott) vorbeischieben konnte.


Die Elite Klasse eröffnete Marco Milivinti (ITA - torpato surfing shop) aufgrund eines Plattens im Seeding Run und somit war er ein Kandidat für eine lange Zeit im Red Bull Hot Seat. Genau so kam es auch, denn mit 4:03.113 min lag er schon unter der Vortagesbestzeit. Damit hatte er genug Zeit, um eine ganze Weile als Interviewpartner für die Liveübertragung herzuhalten. Kurzzeitig wurde es mal knapp für seine Zeit als Joe Connell (GBR - SC-Intense) über die Ziellinie kam. Auch er startete ziemlich früh, da er sogar mit zwei platten Reifen im Seeding Run zu kämpfen hatte. Milivinti konnte aber weiter den sonnigen Platz im Hot Seat behalten, denn Connell verpasste um 3 Zehntelsekunden die momentane Bestzeit. Nach über einer Stunden musste Milivinti dann aber den Platz räumen, denn der drittletzte Fahrer auf dem Kurs war Bryn Dickerson (NZL) und dieser unterbot die Zeit um knappe 11 Hundertstelsekunden. Direkt danach kam Manuel Gruber (AUT - Alpine Commencal Austria). Der Österreichische Meister konnte weitere 9 Zehntelsekunden herausfahren und damit stand dann 4:02.122 min als Bestzeit. Miran Vauh (SLO - Blackthorn GT) war als Letztes auf der Strecke, konnte aber nichts an der Verteilung der Podiumsplätze ändern und somit stand das Ergebnis fest: Gruber gewann vor Dickerson und Milivinti. Der letzte gelistete Fahrer Lutz Weber konnte seine Zeit vom Vortag leider nicht verteidigen, da er sich im Training leider eine Verletzung an der Schulter zuzog. Damit konnte er auch seine Gesamtführung nicht ausbauen und musste diese an Jeo Connell abtreten. Aus jetziger Sicht ist jedoch die Gesamtwertung keinesfalls entschieden und somit bleibt es weiterhin spannend.

Mehr dazu: http://www.ixsdownhillcup.com

Fotos: iXS

Gepostet am 19.08.2013 von Sascha |

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