DH1 #3 La Roche

Während sich Volontärin Jamina und Praktikant Joschua in Wuppertal beim NRW-Cup bei Regen und Matsch den Racetrack hinabkämpften, ließ Jaminas Freundin Suzann Liebert den belgischen Schlamm in La Roche gewaltig aufspritzen.

Unter Dauerregen, mit rund 120 gut gelaunten Fahrern und vielen Zuschauern fand an diesem Wochenende das Downhillrennen in La Roche statt. 

Die kurze Strecke war ab der Hälfte von einem steilen Abhang mit losen Steinen und losem Boden geprägt und wurde aufgrund des nicht endenden Regen zu einer einzigen Rutschpartie – hier hieß es nicht immer “Geschwindigkeit bringt Sicherheit.“

Für mich lief das Wochenende trotz einiger Pannen besser als gedacht – aber lest selbst:

Samstag in der Früh machte ich mich gemeinsam mit meinem Freund Robin auf den Weg nach La Roche.

Eingabe ins Navi: La Roche und los ging es. Nach 2,5 Stunden Fahrt endlich angekommen – allerdings ohne jeglichen Wald und ohne Strecke im Blickfeld. Mit meinem gebrochenen Französisch stellte ich dann relativ schnell fest, dass wir im falschen Ort waren. 

Auf ein Neues – nach weiteren 180 Kilometern hatten wir es dann geschafft. Den Trackwalk, sowie 2 Stunden Training hatte ich natürlich verpasst. Die Devise lautete nun: Einfach drauf los. Das steile Stück bereitete mir Sorgen und ich wusste nicht ganz genau wie ich da runter kommen sollte. Ich schaute mir kurz die anderen Fahrer an - wobei der größte Teil des Fahrerfelds Probleme mit dem Knotenpunkt ( 2 Steilkurven ) hatte - und fuhr dann selbst drauf los. Mit Fuß vom Pedal funktionierte es besser als gedacht. 4 Abfahrten in denen es mal mehr und mal weniger gut klappte, mussten reichen für das Rennen am Sonntag, dachte ich mir.

Sonntag 7:45 Uhr Ankunft in La Roche:

Bei meiner Ankunft stellte ich fest: „verdammt ich habe die Helme zu Hause vergessen“. Mir blieb nicht viel Zeit und nach Hause hätte ich es natürlich auch nicht mehr geschafft. Ich lief los, klopfte an jedes Auto und versuchte mir mit meinem immer noch schlechten Französisch einen Helm zu organisieren. Nach 30 Minuten endlich die Erlösung – ein Helm (Danke an dieser Stelle an Nora Snoeren ) – Robin hatte es leider nicht mehr geschafft sich einen Helm zu organisieren und stand mir somit als toller Tippgeber zur Seite. 

Nun schnell noch einen Trainingslauf und dann wartete ich auf meinen Start. Der erste Lauf lief ganz ok – allerdings stürzte ich im steilen Stück  und somit war ich mit meiner Zeit nicht ganz zufrieden…ich wusste, dass das besser geht. 

Die Strecke wurde von Mal zu Mal immer schmieriger und ich wusste, dass ich einen guten Lauf runter bringen musste um den 3. Platz zu halten. Ich atmete tief durch, hörte die Uhr piepsen und dann ging es schon los. Ich pedalierte im oberen Teil so gut es ging und bereitete mich aufs Steilstück vor. 

Es wurde laut am Knotenpunkt – die gut gelaunten Zuschauer schrien mich voran. Es lief, ,mit Fuß raus in der Steilkurve. Auf der Brücke zum Ziel pedalierte ich nochmal was die Beine hergaben und es reichte.  Ich war sogar fast 30 Sekunden schneller als im ersten Lauf! Große Freude machte sich breit und am Ende erzielte ich Platz 3 hinter Kiona Harbers und Roos Op de Beeck in La Roche - Glückwunsch an dieser Stelle an die beiden!

Es war ein super Wochenende trotz all der Pannen und die Vorfreude aufs nächste Rennen am 13. Juli National Championship in Vielsalm ist riesig.

Fotogalerie

Fotos: Robin Mölders, Frederic Balsacq

Gepostet am 30.06.2014 von Suzann Liebert |

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