DH1 #4 Vielsalm

An diesem Wochenende fand das DH1 Rennen inklusive der nationalen Meisterschaft in Vielsalm statt. Dem “Hörensagen“ nach sollte die Strecke relativ anspruchsvoll sein; so war es dann auch.

Am Samstag in der Früh machten Robin und ich uns auf den Weg nach Vielsalm. Der Trackwalk zeigte, dass die Strecke alles bot was das Fahrerherz begehrt:

3 größere Doubles, 1 großes Roadgap ( ca. 5 Meter ) und 2 Steinfelder –  was man in Belgien natürlich nicht vergessen darf: steil zum Ende hin wurde es auch. Das Fahrerfeld war wieder bunt gemischt und die Laune war dank der tollen Organisation großartig.

Das Training startete und wir rollten bis zum ersten Steinfeld, wo das große Rätselraten begann: Welche Linie wird hier gefahren? Wie wird hier überhaupt gefahren und wie komme ICH hier runter? Robin entschied sich für die rote, schnellere Linie während ich mir ein wenig die anderen Fahrer anschaute. Nachdem ich viele Stürze sah und mitbekam, wie viele Fahrer Schwierigkeiten hatten, entschied ich mich für die grüne, etwas einfachere Linie. Das Roadgap war mir auch eine Nummer zu heftig und somit fuhr ich den Chickenway. Wir absolvierten dank trockenen Bedingungen 5 Trainingsläufe. Die Linienwahl war getroffen und somit konzentrierten wir uns auf das Rennen am Sonntag.

Um 8:00 Uhr begann das Training. Durch den Regen in der Nacht waren die Steinfelder sehr rutschig und machten es den Fahrern sehr schwer sauber durch zukommen. Mit mehrmaligem “ Fuß vom Pedal“ konnte man es aber schaffen. Auch Robin tat sich schwer mit der roten Linie und rutschte mehrere Male weg, doch die grüne Linie schien ihm aufgrund der starken Konkurrenz zu langsam und so biss er sich durch. Nach 2 Abfahrten begann die Qualifikation. Mit einem Sturz im Steinfeld und 2 kleinen Fehlern hieß es am Ende der Quali Platz 3 für mich. Nun war Robin an der Reihe: aufgeregt verfolgte ich seinen Lauf auf der Leinwand. Es war ein sauberer, perfekter Lauf und endete hinter Laurent Georges auf dem 2. Rang . Nach kurzer Pause ging es dann hoch zum Rennlauf. Gott sei Dank ging es den anderen Mädels mit der Nervosität ähnlich und wir versuchten das gemeinsam in den Griff zu bekommen. Endlich wurde mein Name aufgerufen und ich lief zum Start. 35 Sekunden Wartezeit bevor es los ging.  Die gute Stimmung der Zuschauer am Steinfeld war grenzenlos und so feuerten sie alle Fahrer gut an! Ich kam ohne Sturz durch und war beruhigt, dass die Schlüsselstelle gut lief. Zu beruhigt wie sich herausstellte, denn im 2. Steinfeld traf ich unglücklich einen Stein und kam nicht mehr in den Anlieger sondern fuhr rechts aus der Strecke. Der restliche Teil verlief relativ gut und ich konnte meine Zeit um 6 Sekunden verbessern. Doch auch für die anderen Mädels lief es besser und so wurde es am Ende ganz schön knapp. Mit nur 34 Hundertsteln Vorsprung reichte es ganz knapp für Platz 3 hinter Margreet Meems auf dem 2. Platz und der Siegerin Eline Nijhuis. Herzlichen Glückwunsch an die beiden.

Als Robin am Start stand hatte es sich das Wetter dann mal anders überlegt und es gab einen Platzregen, der die Strecke in ganz kurzer Zeit in eine einzige Rutschpartie verwandelte. Die Landung nach dem ersten Double war so schmierig, dass er leider von der Linie abkam und direkt gegen den Baum prallte (Zum Glück ist nichts schlimmes passiert). Im Steinfeld entschloss er sich kurzfristig doch die einfachere Linie zu fahren und nach weiteren 3 Stürzen endete sein Rennen mit dem 6. Platz. 

Am Ende waren alle froh, dass das Rennen fast ohne großartige Verletzungen zu Ende ging und wir die Sieger aller Klassen wieder im Trockenen feiern konnten. Dank der tollen Organisation ging so ein tolles Wochenende in Belgien zu Ende.

Anfang Oktober geht es dann zum letzten Rennen der belgischen Serie zur Benelux Meisterschaft nach Viroinval.

Fotos: Julien Wilders, DO Wil, Robin Mölders

Gepostet am 15.07.2014 von Suzann Liebert |

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