Brendan Fairclough on Madeira

Anfang März und somit einen Monat vor dem ersten Worldcup Rennen hat Brendan Fairclough die Chance ergriffen und ist mit seinen Dudes nach Madeira geflohen. Die deutsch/englische Reisegruppe hat sich von Madeira Freeride quer über die tropische Insel Shutteln lassen. In lediglich 4 Tagen hat die Crew alle Seiten der Insel abgegrast und die Landschaften genossen:

Hier der ganze Bericht der Crew:

Um ehrlich zu sei, wir mussten auch einen Blick auf google maps werfen bevor wir die Flüge gebucht haben. Madeira klingt nach einem exotischen Ort, und das ist es auch, allerdings deutlich näher als wir dachten.

 

Anfang März und nur einen Monat vor dem ersten Weltcup Rennen in Südafrika, nahmen wir die Möglichkeit wahr dem nassen, kalten Europa zu entfliehen nach… Europa. Die kleine Insel Madeira ist nämlich ein Teil Portugals was das reisen einfach und günstig macht. Unsere Britisch / Deutsche Reisegruppe inklusive Worldcup DH Athlet Brendan Fairclough, sein Bruder Christian, DMR`s immer gut gelaunter Olly Wilkins und Michael Kull von Schwalbe, sowie die anderen #S4P-crew Mitglieder Olly Medcalf und David Voller reisten entspannt von London mit Easy Jet und Düsseldorf mit Air Berlin.

 

Unser Kontakt vor Ort, Freeride Madeira, ist ein lokaler Bike-Reisen Anbieter der sich um alles organisatorische und die Shuttles kümmert. Man hat uns eine Ferienwohnung organisiert in der Insel-Hauptstadt Funcal, lediglich 15 Minuten entfernt vom Flughafen. Gilt der Flughafen Funcal auch als einer der am schwierigsten anzufliegenden, gewährt die Einflugschneise bereits eine tole Aussicht über die Insel. Ein tropisches Inselparadies, entstanden in Millionen von Jahren durch Vulkane mit einer atemberaubenden Kürstenlinie. Der perfekte Ort für einen Wochenendtrip oder mehrwöchiges Bike-Abenteuer.

 

Unser ganzes Vertrauen hatte John Fernands, unser Guide für den Trip. Obwohl er gebürtiger Madeira ist, spricht er perfekt Englisch und überrascht und mit seiner Bikebeherrschung. Er kennt alle Trails und pflegt sie wenn es die Zeit zulässt zusammen mit den anderen Guides von Freeride Madeira, und soviel lässt sich sagen, er weiss was er macht! Vor einem Jahr hat man sich dazu entschlossen aus der Passion für das Mountainbiken ein Geschäft zu machen und die Resonanz bestätigt die Entscheidung.

 

In lediglich vier Tagen sind wir auf allen vier Seiten der Insel gefahren, von lehmigen trails im Subtropischen Wald über schnelle, staubige Flowtrails mit grauten Sprüngen und Anliegern bis hin zu steilen, technischen Abfahrten. Eine Auswahl an trails die man wahrscheinlich kaum irgendwo anders in der welt findet, zumindest nicht in der Reichweite in der man mal schnell in den Flieger steigen kann ohne Umstieg und eingeschlafene Beine. Die Landschaft hat uns voll und ganz in ihren Bann gezogen, als wenn man in Jurassic Park buken würde, glücklicherweise ohne Dinosaurier oder sonstige wilde Tiere.

 

Mit unseren Trailbikes ließen sich alle unterschiedlichen Strecken optimal bezwingen und auch mal ein kleinerer Gegenanstieg bewältigen. Brendan hat sein Scott Genius LT mit gebracht auf dem er so viel Zeit wie möglich verbringen möchte, bevor er damit beim ersten Wordlcup startet. Zwar gibt es kürzere Gegenanstiege, die Strecken sind jedoch allgemein sehr einfach und schnell zu erreichen vom Shuttle. Wer sich dem aktuellen Enduro-Trend gemäß auch bergauf bewegen möchte, kann natürlich auch Strecken so miteinander verbinden, dass auf kurzen Transferstücken auch der ein oder andere Höhenmeter bezwungen wird. Ohne den Guide jedoch wird man die geheimen Strecken wohl kaum finden. Die höchsten Einstiege befinden sich übrigens auf 1862m von wo aus es bis zum Meer auf einer Kombination aus verschiedensten Trails fährt. Meist beendet man dort auch den Tag mit einem Poncha, dem lokalen Drink von Madeira, der zwar angenehm fruchtig schmeckt, mit seinem hohen Alkoholgehalt jedoch nach einem langen Tag auf dem Bike ganz gut anschlägt. Am Meer angekommen genossen wir den Sonnenuntergang und konnten nicht aufhören zu grinsen nach einem Tag mit perfekten Trails und guten Freunden.

 

Was gibt es besseres nach einem solchen Tag als ein gutes Dinner und Madeira hat auch ein impulsives Nachtleben zu bieten. In der Hauptstadt findet man viele Restaurants und Bars in denen man auch Abends noch draußen sitzen dank des konstanten und angenehmen Klimas von Madeira. Man findet eine Menge an Fischgerichten von denen man sicher sein kann, dass der Fisch fangfrisch aus dem Hafen kommt, doch unser Favorit war das Steak auf dem Stein, welches wie das meiste hier mit viel Knoblauch mariniert, und dann auf einem heißen Stein gebraten wird. Wer jetzt noch Kraft hat sollte sich das Nachtleben von Madeira nicht entgehen lassen und sich zwischen die freundlichen Inselbewohner mischen. In der Nacht vor unserem Abflug haben wir eine phantastische Nacht in der Stadt verbracht, weshalb wir es auch am Abflugtag eher vorgezogen haben nicht auf dem Bike zu sitzen. Als Alternativprogramm hat John einen Trip auf einem Fischerboot arrangiert inklusive einem meet & greet mit Delfinen. Was ein Abschluss für solch einen Trip!

Wir empfehlen Madeira jedem der nach einem angenehm warmen Ort sucht, den man umkompliziert per Flugzeug erreichen kann. Die Trails hier sind phänomenal und Freeride Madeira kümmert sich um alles vor Ort. Egal ob Freizeit-Mountainbiker oder Worldcup Profi, hier kommt jeder auf seine Kosten. Wir werden auf jeden Fall zurück kommen um die Trail zu fahren die wir in den vier Tagen nicht sehen konnten. Vielen Dank an John und Freeride Madeira und all die freundlichen Menschen die wir auf diesem Trip kennenlernen durften.

 

http://freeridemadeira.com/

Gepostet am 10.04.2014 von Sascha |

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