Benny Strasser on Fire

Ewig hat es gedauert, doch gut Ding will bekanntlich Weile haben. So auch bei mir, denn ich kann wirklich mehr als zufrieden sein mit meinen Perspektiven für die Zukunft. Ganz oben auf der Liste werden zukünftig BIKEUNIT als neuer Hauptsponsor sowie MAGURA als neuer flexibler Arbeitgeber stehen!

Nachdem ich mein Studium im Februar offiziell beenden konnte, war es dringend notwendig geworden, ebenso die Planungen für die neue Saison abzuschließen. Neben etlichen Sporttagen im Schnee konnte ich das Grundgerüst mit Bikeunit dazu aufstellen. Doch die Kernfrage nach dem richtigen Rahmensponsor blieb lange unbeantwortet. Erst durch einen erfreulichen Zufall kann ich nun stolzen Hauptes verkünden: es ist EVIL Bikes / Double Distribution geworden. Zu diesem Meilenstein gesellen sich meine weiteren Co-Sponsoren MAGURA sowie REVERSE Components. Vielen Dank an dieser Stelle für euer aller offenes Ohr und die viele Geduld. Ich freue mich riesig auf die gemeinsame Zukunft!

Doch auch ohne zuverlässigen Materialsupport ist die professionelle Sportausübung kaum möglich. Weiterhin werde ich von Maxxis, CrankBrothers, Tune, Adidas Eyewear, Evoc, SixSixOne, FiveTen, Ortema, Mr. Bike Pforzheim, dem Bikepark sowie der Skizunft Wildbad unterstützt. Neu hinzu gekommen sind Motorex, Freelap Timing / MRC Trading und Rhino‘s Energy. Damit bin ich bestens ausgestattet und kann endlich mit einem freien Kopf auf die hoffentlich bald fertigen Bikes springen. Geplant für diese Saison sind, neben den obligatorischen deutschen und europäischen Rennen, alle Worldcups incl. Crankworx Festival in Whistler (CAN) sowie die Weltmeisterschaft in Pietermaritzbourg (RSA). Ich kann es kaum erwarten! Meinen vollständigen Terminplan findet ihr wie immer auf meiner Terminseite.

Die ersten kleinen Auftaktrennen sowie das BIKE Festival in Riva del Garda (incl. Enduro-Rennen) liegen mittlerweile hinter mir. Angefangen hat meine Sommersaison unmittelbar nach dem obligatorischen einwöchigen Wintersportausklang in Verbier Ende März. Naja fast, dazwischen musste noch mein Umzug von München zurück in den Stuttgarter Süden abgewickelt werden. Sobald die letzten Dinge in der neuen Behausung abgestellt waren, konnte ich mein altes Material zusammensuchen und mit Trainingskollege Fabian Fader spontan an den schönen Lago Maggiore aufbrechen. Bei endlich frühlingshaften Bedingungen standen zwei Tage Downhillen am Monte Tamaro, zwei Tage Klettern am Felsen über dem See sowie zwei Tage Endurieren drum herum auf dem Programm.

Den Abschluss bildete ein Tag in Bad Wildbad, bevor es das zweite Aprilwochenende nach Faulx (FRA) zum Coupe de Lorraine ging. Zur Begrüßung ein heftiger Platzregen, sonst herrschte Sonnenbrandgefahr. Eine lustige Strecke, französische Gemütlichkeit und ein beachtliches Fahrerfeld rundeten das Geschehen gekonnt ab. Mein Gefühl für gezeitete Abfahrten war scheinbar nie durch den langen Winter unterbrochen worden und so gab es direkt das erste Top 5 Ergebnis. Eine kleine Impression dazu wie gewohnt in meiner Helmkamera-Abfahrt.

Für mich ist es wichtig, rechtzeitig wieder in die anstehenden Abläufe hineinzufinden. Da kommt es auch gelegen, mit dem gewohnten Material einzusteigen. Ganz so lange hätte es vielleicht nicht sein müssen, denn auch meinen zweiten Einsatz musste ich situationsbedingt darauf bestreiten. Dieser fand beim Homberg Race in der schönen Schwiiz statt. Erneut Regengüsse zur Begrüßung, doch dann Schneefall (über 10 cm) zum ersten Trainingstag. Entsprechend groß war der Kampf auf der Strecke. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals so viel Dreck an mir und meinem Bike bewegen musste! Doch alles in allem eine sehr familiäre Atmosphäre, tolle Stimmung und auch wenn man die Strecke nicht vollständig auf dem Velo bezwingen konnte, irgendwie spaßig. Meine Antipathie gegen Nässe kam kaum zum Tragen und so schloss ich mit einem tollen 2. Platz auf dem Treppchen ab.

Nachdem ich anschließend die letzten Dinge in der neuen Heimat erledigen konnte, ging es letzte Woche weiter zum Gardasee. Einerseits wollte ich vor meinem endgültigen Berufsstart in der Projektleitung bei Magura noch ein paar freie Tage genießen, andererseits natürlich aber auch den persönlichen Kontakt zu den neuen Partnern auf der Messe suchen. Und da ich gerne mehrere Fliegen mit einer Klappe schlage, habe ich mich kurzerhand noch für das Enduro-Rennen angemeldet. Letztendlich war es vielleicht etwas zu viel, aber ich hatte dennoch meinen Spaß. Als Nachmelder in der letzten Startergruppe untergebracht, musste ich unzählige Leute überholen. Mein Material und ich waren überhaupt nicht auf dieses Format vorbereitet und so sprang mir kurz vor dem Ziel die Kette ab, so dass ich die letzten Meter bergauf schieben musste. 

Immerhin kann ich jetzt aus eigener Erfahrung behaupten, dass ich, was das Rennenfahren anbelangt, einfach lieber richtig Downhillen gehe. Weiter geht es für mich nun mit dem endgültigen Aufbau meiner Undead- und Uprisingbikes sowie letzten Vorbereitungen, bevor nächste Woche das Dirtmasters Festival in Winterberg auf dem Plan steht. Wir sehen uns spätestens dort!

Cheers, Benny

Web: www.BennyStrasser.de

Facebook: www.facebook.com/BennyStrasser

Gepostet am 14.05.2013 von Sascha |

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