26 Trix Leogang - Brandon Semenuk holt sich den Sieg

Der Gewinner des 26TRIX fueled by Monster Energy im Bikepark Leogang heißt Brandon Semenuk (CAN). Das Qualifying des 26TRIX fueled by Monster Energy fand am gestrigen Freitag in strahlendem Sonnenschein statt. Vor traumhafter Kulisse zeigten die aus aller Welt angereisten Dirt Superstars Tricks auf einem extrem hohen Niveau. Bei dem Gold Event der Freeride Mountain Bike (FMB) World Tour galt es, wichtige Punkte für die Gesamtwertung zu sammeln. Das unvorhersehbare Wetter in den Bergen machte den Eventorganisatoren dann pünktlich zum Finale einen Strich durch die Rechnung, auch wenn der neu designte und verbesserte Kurs dem Regen verhältnismäßig gut standhalten konnte. Aus Sicherheitsgründen wollte keiner die Gesundheit der Fahrer riskieren und so musste das Finale leider abgesagt werden, daher zählten am Ende die Ergebnisse aus dem Qualifying. Stattdessen trumpften die Fahrer bei einem spontanen Best Trick Contest der Extraklasse auf.

Nachdem das Finale am Samstag ausfallen musste, beschlossen Judges und Fahrer gemeinsam, die Punktzahl des Qualifying zählen zu lassen. Wegen der schlechten Wettervorhersage waren die Fahrer auf diese Möglichkeit vorbereitet und gaben somit im Qualifying richtig Gas. Vor allem Brandon Semenuk, den sein Ergebnis aus dem Qualifying zum Gewinner des Contests machte. Der Kurs war über Nacht von dem Regen extrem aufgeweicht, sodass er nicht sicher befahrbar war ohne schwere Stürze zu riskieren. Glücklicherweise wurde bereits das Qualifying auf einem so spektakulären Trickniveau ausgetragen, dass Zuschauer und Fahrer sich nicht um legendäre Trick-Action betrogen fühlten. Hier das finale Ranking:

Brandon Semenuk (CAN)
Andreu Lacondeguy (ESP)
Sam Pilgrim (GBR)
Mehdi Gani (FRA)
Martin Söderström (SWE)
Lance McDermott (GBR)
Yannick Granieri (FRA)
Niki Leitner (AUT)
Amir Kabbani (GER)
Linus Sjöholm (SWE)
Cameron McCaul (USA)
Sam Reynolds (GBR)
Cameron Zink (USA)
Florian Berghammer (GER)
Mitch Chubey (CAN)
Louis Reboul (FRA)

Der Kanadier Brandon Semenuk überzeugte die Judges und machte eine Punktlandung auf den ersten Platz. Es war sein zweiter Lauf, der ihn ganz nach oben katapultierte und in den er mit einem Backflip Tailwhip einstieg. Darauf folgte ein 360 Truckdriver, danach ein Backflip X-Up Onefoot und ein absolut krasser Double Tailwhip, gefolgt von einem Tuck No Hand und einem Frontflip am letzten Sender. Bei diesem Lauf ist der erste Platz wohlverdient, den er wegen dem ausgefallenen Finale schon frühzeitig einnehmen konnte. Den ersten Platz belegte er auch beim Best Trick Contest, der anstelle des Finales am Samstag abgehalten wurde mit einem beeindruckenden 360 Backflip.

Direkt sein erster Lauf im Qualifying verschaffte Andreu Lacondeguy (ESP) den zweiten Platz. Er stieg stark ein mit einem Backflip Tailwhip, auf den er einen 360 und einen Backflip folgen ließ. Danach begeisterte er Judges wie auch Zuschauer mit einem seiner typischen supergestreckten Supermans und ein Tailwhip gefolgt von einem 360 Tailwhip brachten ihm dann die nötigen Punkte für den zweiten Platz ein.

Auf den dritten Platz kam auch Sam Pilgrim (GBR) mit seinem ersten Lauf im Qualifying. Als ersten Trick zeigte er einen Backflip Tuck No Hand, worauf er einen 360 X-Up und Backflip X-Up One Foot folgen ließ. Nach einem extrem stylischen 360 Tabletop beendete er seinen Run mit einem Backflip und einem 360 Tailwhip.

Zu nennen ist auf jeden Fall auch der Lauf von Martin Söderström (SWE), der in der anspruchsvollen Airtime Line mit einem 360 Double Tailwhip für besonderes Aufsehen sorgte. Er legte eine Aneinanderreihung von Tricks hin, die ihm sicherlich den Sieg eingebracht hätten, wenn er nicht nach einem Backflip Tailwhip mit dem Fuß auf dem Boden aufgekommen wäre und dafür einen ordentlichen Punkteabzug kassieren musste. Wie die anderen Fahrer, äußerte er sich begeistert über den neuen Kurs, der für den diesjährigen Contest komplett überarbeitet wurde: „Der Kurs macht auf jeden Fall mehr Spaß als im letzten Jahr. Die Landungen sind mit Erde aufgeschüttet und fangen Stürze viel besser ab. Zusätzlich ist er viel schneller geworden, sodass man ordentlich Speed für krasse Tricks aufbauen kann. Insgesamt ist er dieses Jahr einfach flowiger und fühlt sich richtig gut an.“

Vor heimischem Publikum wurde Niki Leitner (AUT) natürlich besonders angefeuert, was ihn in die Top Ten katapultierte. Die perfekte Saisonvorbereitung hat sich gelohnt und er konnte sich mit einem 8. Platz in diesem weltklasse Fahrerfeld behaupten. Auch Louis Reboul (FRA) und Florian Berghammer (GER) beeindruckten mit ihrer Leistung, denn sie waren die einzigen, die einen Durchmarsch aus dem Pre-Qualifying bis ins Finale hinlegen konnten.

Nähere Informationen sind auf der Homepage des Out of Bounds Festival zu finden: www.outofbounds.at

Gepostet am 18.06.2011 von Martin Donat |

Ähnliche Artikel