20 Jahre Downhill am Inselsberg in Tabarz

Seit 20 Jahren findet in Tabarz, bis auf ein Jahr Pause, der "Downhill am Inselsberg" statt. Damals sah die Strecke hier noch ganz anders aus, genau wie die Bikes! Doch Jahr für Jahr wurden hier Maßstäbe im deutschen Downhillracing gesetzt. Und nachdem die Absage im letzten Jahr schon befürchten ließ, dass das Ende des Kultrennens bevorstünde, freuten wir uns umso mehr über die Neuauflage in diesem Jahr. Mit neuem Veranstalter, frischem Schwung und kompetenter Unterstützung von Downhill Urgestein und "Random" Magazin Herausgeber Dennis Stratmann, dessen Fotoband dann auch gleich den Namen zum diesjährigen Race gab: willkommen beim "Random Race" in Tabarz!

Diesem Ruf folgten um die 300 Fahrer, darunter jede Menge bekannter Namen und das, obwohl das Wochenende jede Menge Alternativen bot. Und keiner sollte es bereuhen. Die Strecke wurde gekonnt überarbeitet, im großen und ganzen nicht neu erfunden aber an vielen Stellen direkter und schneller gelegt. Sie machte richtig Spaß und es kam schnell Rennfieber auf. Gerade in der Lizenzklasse der Herren war Spannung vorprogrammiert, denn es waren echt schnelle Jungs am Start: von Rick Balbierer über Joshua Hein, Christian Müller und natürlich Favouriten Dave Goris sowie Christian Textor. Ganz klar: die Jungs würden sich nichts schenken!

Der Samstag stand im Zeichen des Seedingruns. Die Sonne knallte und verwandelte den Kurs in eine immer schnellere, staubigere und spaßbringendere Rennstrecke, die es in sich hatte. Und so war am Samstag wohl eher die Hitze das Problem vieler Fahrer. Bei den schnellen Jungs meldete Dave Goris seine Siegesambitionen an während Christian Textor mit einer gerissenen Kette nicht zeigen konnte, was in ihm steckt. Und so war schonmal eins sicher: Spannung am Sonntag! Doch bis dahin hatte sich der Veranstalter noch einiges einfallen lassen: eine Dirt Show, eine Whipshow und später dann die berüchtigte Party in Downtown Tabarz, die sicherlich dem ein oder anderen verwegenen Rennfahrer zum Verhängnis wurde...

Sonntag dann sollte es spannend werden. Vor allem, weil Regen angesagt war. Ab Mittags. Und so fragte sich jeder: wann geht es los? Reicht es noch bis zu meinem Lauf? Wieviel Wasser kann die Strecke ab? Erstaunlicherweise konnte sie relativ viel ab. Das wusste man nur nicht, wenn man im Regen am Start stand, was bei dem ein oder anderen Fahrer für Kopfkino sorgte. Erst bei den Elite Men wurde es tatsächlich spürbar rutschiger, aber auch nur an einigen Stellen - schwierige Bedingungen, die vor allem Mentale stärke erforderten. Und damit kamen drei Jungs besonders gut klar: der Thüringer Rick Balbierer rockte auf Platz drei, vor ihm platzierte sich Dave Goris, der um Haaresbreite die Siegeszeit von Christian Textor verpasste, der mit neuer Kette ordentlich laufen ließ und, aufgrund seiner schlechten Seedingrundplatzierung, eine lange Zeit im Hotseat genießen durfte. 

Ein Tolles Wochenende, viel Spaß, eine gute Strecke, ein rennenfahrender Kommentator (Düse vom Random Mag), coole Campingplatzatmo und viel mehr. 20 Jahre Tabarz Race: Glückwunsch und auf die nächsten 20!

Fotos: Martin Donat

Gepostet am 19.08.2013 von Martin Donat |

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